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Bereits seit 2010 fungiert der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter Stephen Elop als CEO (Chief Executive Officer) vom angeschlagenen Handy-Konzern Nokia. Dieser soll das einstige Vorzeige-Unternehmen mit Windows Phone an Bord wieder an die Spitze und frischen Wind in die Chefetagen bringen. Mit den neuen Lumia-Modellen, allen voran dem Lumia 900, welches vor kurzem in den Vereinigten Staaten erschienen ist, versucht Nokia, sich im profitablen Smartphone-Geschäft zu etablieren. Erste Versuche, die der Konzern mit dem Lumia 800 gewagt hat, sind trotz einer aggressiven Werbekampagne nicht so erfolgreich verlaufen.
Ein großer Kritikpunkt, welcher sich wie ein roter Faden durch die Medien zieht, sind die technischen Daten der Nokia-Smartphones. Diese haben nämlich allesamt einen Single-Core CPU verbaut, der in den Leistungstests deutlich schwächer abschneidet als beispielsweise die Prozessoren vom Apple iPhone 4S oder dem Samsung Galaxy SII.
In einem Interview mit der chinesischen “Yangcheng Evening News” kommentierte Stephen Elop die Kritik an den angeblich zu schwachen CPUs. Darin zeigte er sich davon überzeugt, dass Dual- oder gar Quad-Core CPUs reine Akkuverschwendung seien und die Benutzer des Smartphones keinerlei Vorteile daraus ziehen würden. Darüber hinaus sei das Windows Phone, speziell das Lumia, in gewöhnlichen Alltagsfunktionen schneller als seine Konkurrenz. Um das zu beweisen, soll ein für den chinesischen Markt spezieller Wettbewerb namens “Blown away by Lumia” ins Leben gerufen werden, in welchem 1000 Yuan (120 Euro) für denjenigen gezahlt werden, der das Lumia 900 in einer bestimmten Situation schlagen soll.
Solch eine Kampagne startete man bereits in den USA, die unter dem Namen “Smoked by Windows Phone” rangierte und nur wenig positive Resonanz erzeugte. So schaffte es damals ein Amerikaner, die Mitarbeiter von Microsoft mit seinem Galaxy Nexus bei einer Wetterabfrage zu schlagen. Der Gewinn wurde ihm jedoch verwehrt, da die Aufgabe war, das Wetter an zwei Orten in unterschiedlichen US-Bundesstaaten herauszufinden, er rief jedoch das Wetter an zwei Orten im selben Bundesstaat ab, was vor dem Wettbewerb aber nicht erwähnt wurde. Durch mediale Unterstützung gab Microsoft schließlich nach und übergab ihm seinen Gewinn mit einer Entschuldigung. Ob die Kampagne in China von Erfolg sein wird, muss sich noch zeigen.
[via derStandard.at]
