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Vor fast 2 Jahren setzte „Battlefield: Bad Company“ Maßstäbe. Erstmals war es möglich 90% der Umgebung zu zerstören. Nun möchte der Entwickler DICE nochmal eine Schippe drauflegen. Ob die neue Frostbyte Engine überzeugt und ob ihr mit „Battlefield: Bad Company 2“ rundum gut unterhalten werdet, erfahrt ihr in unserem Review.
Zurück in der Bad Company…
Haggard, Sarge, Sweetwater und Marlowe sind zurück! Diesmal finden sie aber kein Söldnergold sondern verhindern den dritten Weltkrieg. Die Russen sind im Besitz einer geheimen Superwaffe aus dem zweiten Weltkrieg und die USA schickt die Bad Company an die Front um die Superwaffe zu finden und zu vernichten. Der erste Teil überzeugte vor allem durch den schrägen Humor. Leider setzt dieser im zweiten Teil mehr oder weniger aus. Das Spiel wirkt im Ganzen auch ein wenig ernster. Die Story führt euch durch Schneelandschaften, dunkle Dschungel und brennend heiße Wüsten. Während ihr euch den Weg durch die 13 Missionen bahnt, werden euch genügend Gegner vor die Waffe laufen. Diese reagieren oft sehr clever. Nur teilweise kommt es zu kleineren KI-Aussetzern. Die Missionen spielen teilweise in offenen Arealen. Das Spiel fühlt sich zu keinem Zeitpunkt linear an und Gegner stürmen von allen Seiten heran.

Ein großes Fahrzeugareal ist typisch für die Battlefield-Serie. In Bad Company 2 gibt es verschiedene Panzer, Quads und Trucks. Sogar Hubschrauber könnt ihr fliegen. Durch die große Auswahl an Fahrzeugen und Waffen sind die Missionen alle sehr abwechslungsreich und bieten tolle Ideen. In der Schneelandschaft müsst ihr beispielsweise aufpassen, dass ihr nicht einfriert. Ihr müsst immer einen Ofen finden oder euch selbst Feuer machen damit ihr am Leben bleibt. Auch die Railshootersequenzen, bei denen ihr aus einem Fahrzeug feuert, lockern das Spielgeschehen auf und erfreuen das Shooterherz.
Doch so toll die Aufmachung auch sein mag, sollte erwähnt werden, dass die Kampagne mit ca. 8 Stunden Spielzeit etwas knapp aufgefallen ist.
Fump – Klirr – Krach
Das Besondere an Bad Company 2 ist die überarbeitete Frostbyte Engine. Mit ihr ist es möglich fast die komplette Umgebung zu zerstören. Sowohl im Einzelspieler- als auch im Multiplayermodus. Benutzt ihr also euren Granatenwerfer, der standardmäßig in eurem Gewehr verbaut ist, und schießt auf eine Wand, die euch den Weg versperrt, wird sich diese in einen Haufen Steine auflösen. Sogar ganze Häuser können zerstört werden. Wenn ihr eure Granaten an klug gewählten Stellen platziert, wird das Haus zusammenstürzen. Alle Gegner im Haus würden nun also ihren Pixeltod erfahren.
Battlefield ist ein Multiplayerspiel!
Der Entwickler DICE ist vor allem durch das Können im Multiplayerbereich bekannt. Dieses Können zeigt das Entwicklerstudio auch im Multiplayer von Bad Company 2. Alle Karten bieten verschiedene Fahrzeuge und natürlich unterstützen sie auch die Frostbyte Engine. Ihr könnt also auch im Multiplayer die komplette Umgebung zerstören.

Insgesamt gibt es online vier Spielmodi. Zum einen den bekannten Eroberungsmodus. Hier müsst ihr zusammen mit eurem Team Flaggen auf der Karte erobern. Im Rush-Modus muss ein Team Funkstationen verteidigen, das andere muss diese wiederum angreifen und zerstören. Dazu gehört noch der Squad-Rush-Modus. Hier kämpfen lediglich zwei Squads um die Funkstationen. Zu guter Letzt können vier Teams von jeweils vier Spielern im Squad-Deathmatch um den Sieg kämpfen. Wie in gewohnter Manier hat der Squad gewonnen, der am schnellsten die geforderte Anzahl an Kills erreicht. Uns hat der Rush-Modus am meisten Spaß gemacht, da ihr immer direkt am Geschehen beteiligt seid. Im Eroberungsmodus kann es nämlich passieren, dass ihr an einem Punkt einsteigt, der gar keine Action bietet, da die Gefechte gerade in einem anderen Teil der Karte stattfinden.
Jeder Spielmodus kann auch in einem Hardcore-Modus gespielt werden. Dann nämlich ist das Spiel um einiges realistischer. Es gibt kein Fadenkreuz, eure Gesundheit regeneriert sich nicht und ihr könnt wesentlich weniger Schüsse einstecken.
Grafik und Sound
Technisch braucht sich Bad Company 2 nicht verstecken. Die Landschaften und Charaktere sehen sehr gut aus und wirken lebendig. Schade, dass es teilweise Clipping-Fehler gibt. Dafür wirkt der Sound nochmals umso realistischer. Vor allem die Einstellung „Kriegsband“ hat uns gefallen.
Battlefield: Bad Company 2 ist eine Kaufempfehlung für alle Shooter- und Actionfans. Vor allem die Frostbyte Engine macht Bad Company 2 zu einem unvergesslichem Shootererlebnis. Dazu noch ein Multiplayer, der euch Monate fesseln wird – Es lohnt sich!
| Gameplay: | 89% |
| Multiplayer: | 95% |
| Grafik: | 88% |
| Sound: | 90% |
| GESAMT: | 90% |
+ Zerstörbare Umgebung
+ Super Multiplayer
+ Guter Singleplayer
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