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Mit Need for Speed: Shift ging Publisher Electronic Arts innerhalb der Need for Speed-Reihe völlig neue Wege. Zum ersten Mal präsentierte man nämlich eine waschechte Renn-Simulation, die dieses Jahr unter dem Namen Shift 2: Unleashed fortgeführt wird. Haben die Slightly Mad Studios ganze Arbeit geleistet und den gut angekommenen Vorgänger mit dem zweiten Teil sogar übertrumpft? So lautet unsere Meinung dazu!
Die virtuelle Realität
Sobald ihr euch hinter das Steuer eines Autos setzt, werdet ihr gleich von der tollen Atmosphäre beeindruckt. Durch die neue, optionale Cockpit-Ansicht erlebt ihr alles so wie der Fahrer selbst. Die Realität ist überwältigend. Bevor ihr mit der Karriere beginnt, müsst ihr eine Testfahrt machen. Anschließend gibt euch das Spiel eine passende Einstellung bezüglich Schwierigkeitsgrad und Fahrhilfen vor. Passt euch dies nicht, könnt ihr natürlich auch selbst die Einstellungen vornehmen. Der Schwierigkeitsgrad hat es in sich, egal auf welcher Stufe ihr spielt. Das Spiel verzeiht euch eure Fehler kaum und einmal zu spät bremsen bedeutet oft schon den letzten Platz. Dazu kommt noch, dass die computergesteuerten Fahrer kaum Fehler machen und sich euch gegenüber oft aggressiv verhalten. Damit ihr selbst wenigstens keine Fehler macht, bieten sich einige Fahrhilfen wie automatischer Schaltung, Ideallinie, Bremshilfe und sogar Lenkhilfe an. Echte Profis dagegen übernehmen freudevoll alles selbst in die Hand und werden richtig gefordert. Letztendlich hätte man das Spiel jedoch besser ausbalancieren sollen, denn Einsteiger werden wahrscheinlich des Öfteren verzweifeln.

Eine steile Karriere
Die Karriere möchte nicht mit einer Möchtegern-Story langweilen, sondern belässt es lieber gleich dabei, dass ihr ein Neuling in der Racing-Szene seid und euch einfach zum Renn-König avanciert. Dazu absolviert ihr eine ganze Reihe an Events, die von stinknormalen Rennen über Hot Lap-Rennen bis hin zu Drift-Wettbewerben reichen. Es ist schön, dass man sich nicht einfach auf immer die gleiche Renn-Art beschränkt hat. So kommt ein wenig Abwechslung in den Racing-Alltag. Im Prinzip geht es immer darum, erster zu werden, um das Event als abgeschlossen betrachten zu können. Glücklicherweise müsst ihr nicht wirklich jedes Rennen absolvieren, falls euch eines frustrieren sollte. Um alles in der Karriere zu erreichen, was es zu erreichen gibt, benötigt ihr auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad locker mehr als 20 Stunden.
Reichlich Motivation
Wie weit ihr gekommen seid, spiegelt die Fahrerstufe wider. Für jede Aktion in einem Rennen, sei es das Verfolgen der Ideallinie, ein Kurven-Slide, ein sauberes Überholmanöver oder das Erreichen einer hohen Geschwindigkeit – fast schon ähnlich der Call of Duty-Reihe werdet ihr stetig belohnt. Das ist unheimlich motivierend. Dazu gesellen sich noch die Event-Ziele in der Karriere, die von euch verlangen, eine Runde lang zu führen, eine saubere Runde hinzulegen und eine bestimmte Rundenzeit zu unterbieten. Für jedes erfüllte Ziel winken weitere Erfahrungspunkte. Darüber hinaus erhaltet ihr Abzeichen, wenn ihr 100% der Ideallinie und alle Kurven einer Strecke gemeistert habt. Übrigens macht das Rennspiel wie Need for Speed: Hot Pursuit Gebrauch vom Autolog-System. Ihr könnt euren Freunden, die Shift 2: Unleashed ebenfalls besitzen, Strecken-Empfehlungen abgeben. Außerdem erfahrt ihr es sofort, wenn ein Kumpel euren Rekord bricht. Sogleich beginnt die motivierende Jagd nach der besseren Zeit, schließlich wollt ihr ihnen eure Fähigkeiten beweisen.

Modi, Autos, Strecken, Tuning
Abseits der Karriere dürft ihr entweder ein schnelles Rennen spielen oder online zocken. Eine nette Dreingabe ist, dass ihr bei beiden genannten Modi wie in der Karriere mit Erfahrungspunkten und Geld belohnt werdet. Das Geld könnt ihr anschließend in bessere Autos – von denen es mit mehr als 100 Stück genügend gibt – oder in das Tuning eurer bereits vorhandenen Fahrzeuge investieren. Die Tuning-Möglichkeiten sind enorm umfangreich und gewähren den Racing-Profis genügend Terrain um sich auszutoben. Die Anzahl der Strecken lässt genauso kaum Wünsche offen, denn es existieren mehr als 70 Stück. Leider wurden viele Strecken aus dem Vorgänger wiederverwertet, was jedoch nur dessen Besitzern sauer aufstoßen wird.
Steuerung & Technik
Gesteuert wird das Shift 2: Unleashed wie ein typisches Rennspiel. Will heißen, dass mit RT auf das Gaspedal gedrückt und mit LT gebremst wird. Selbsterklärend ist auch, dass man den linken Stick nutzt, um das Fahrzeug zu lenken. Ein cooles Gimmick in der Cockpit-Ansicht ist, dass man mit dem rechten Stick seinen Kopf zur Seite bewegen kann. Damit fühlt sich das ganze nochmal realistischer an! Das Game weiß technisch in allen Belangen zu überzeugen. Die Grafik sieht wunderschön aus. Die Strecken sind detailreich, die Autos sehen nahezu fotorealistisch aus und das schicke Cockpit trägt zusätzlich zur Rennspiel-Atmosphäre bei. Auf die Ohren gibt’s ordentlich was: Lizenzierte Songs sowie super klingende Motorgeräusche erfreuen das Ohr.
Shift 2: Unleashed ist von der Schwierigkeit her nicht besonders ausbalanciert. Außerdem wurden viele Strecken einfach aus dem Vorgänger übernommen. Das waren im Prinzip sämtliche negativen Aspekte, die zu erwähnen sind. Damit ist die Rennsimulation aus dem Hause Electronic Arts für alle Fans von Spielen jenes Genres, die schon ein wenig Erfahrung haben, ein echtes Must-Have. Es überzeugen die Bereiche Spieldauer, Technik und Motivation vollends. Lediglich die Besitzer vom Vorgänger könnten enttäuscht werden, da wie bereits erwähnt von den 70 Strecken ein großer Teil aus dem Erstling entnommen wurde.
Autor: Pascal Steiner
| Gameplay: | 85% | |
| Multiplayer: | 80% | |
| Grafik: | 83% | |
| Sound: | 87% | |
| GESAMT: | 84% |
+ Cockpit-Perspektive
+ Umfang
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- Unausgeglichener Schwierigkeitsgrad
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Getestet wurde die Xbox360-Version
