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Test: Driver San Francisco

Autor: Anton    Tags:  driver, Driver San Francisco, Playstation, review, test, Xbox    Publiziert:  1. September 2011



„Eine Legende kehrt zurück“. So kündigt Ubisoft das neue Abenteuer mit John Tanner an. „Driver San Francisco“ heißt das neueste Spiel mit dem Superbullen. Neben einer riesigen offenen Welt soll das Spiel auch durch das neue Shift-Feature überzeugen. Doch was ist dieses Feature überhaupt und ist „Driver San Francisco“ ein gelungenes Spiel für alle Rennspielfans? Wir haben das Spiel bereits ausgiebig getestet und verraten euch hier unsere Eindrücke.


Charles Jericho – Die Jagd geht weiter…

Bereits in „Driver 2“ und „Driv3r“ war Tanner auf der Suche nach Erzfeind und Schwerverbrecher Charles Jericho. Dieser ist auch im aktuellen Spiel euer Hauptziel. Zu Beginn des Spiels soll Jericho verurteilt werden. Dazu kommt es allerdings nicht, denn der Bösewicht entkommt. Dazu hat er sich eine Komplizin angeheuert, die aufwändig aus einem Nachrichtenhubschrauber die Polizei attackiert. Tanner versucht Jericho zu verfolgen, wird allerdings in einen schweren Unfall verwickelt, bei dem er fast ums Leben kommt. Den Rest der Story erlebt ihr dann nur in seinem Gedächtnis. Damit wird auch das ominöse Shift-Feature erklärt, zu dem wir später kommen. Eure Aufgabe im Spiel ist es nun aber, zu klären warum diese Frau aus dem Hubschrauber Jericho geholfen hat und wie ihr ihn schnellstmöglich wieder hinter Gitter bekommt.


Ich fliege über San Francisco!

Nach seinem Unfall merkt Tanner, dass er plötzlich andere Fahrzeuge steuern kann. Er schlüpft in die Rolle fremder Autofahrer, die er zuvor nie gesehen hat. Hierbei handelt es sich um das Shift-Feature. Im Spiel könnt ihr beliebig aus einem Auto in ein anderes „springen“. Per Tastendruck befindet ihr euch außerhalb des aktuellen Autos und das Spielgeschehen verlangsamt sich. Nun könnt ihr über San Francisco fliegen und euch einen neuen fahrbaren Untersatz aussuchen.

Diese wohl sehr unrealistische Fähigkeit wirkt auch im Spiel auf den ersten Blick sehr bizarr. Die Story tut sich reichlich schwer dem Spieler das „Shift-Feature“ glaubhaft zu machen. Wenn man sich allerdings ein paar Spielminuten darauf einlässt, entdeckt man spannende Taktikmöglichkeiten für Missionen. Stellt euch zum Beispiel vor, ihr verfolgt ein paar böse Verbrecher in einem Polizeiauto. Allerdings sind die Bösewichte viel schneller als ihr. Nun müsst ihr nicht verzagen, denn mit dem Shift Feature „beamt“ ihr euch einfach in ein entferntes Auto im Gegenverkehr. Diesen Wagen steuert ihr dann schnurstracks über die Fahrbahn direkt in das Automobil der Verbrecher. Diese schauen nun dumm aus der Wäsche und ihre kaputte Kutsche verhilft ihnen nun kaum mehr zur Flucht. Also schnell wieder zurück ins Polizeiauto „shiften“ und die Verbrecher stellen.

Im Spiel werdet ihr noch auf viele weitere verrückte Ideen kommen. Oder ihr fahrt einfach so ein wenig durch die virtuellen Straßen von San Francisco und springt von Fahrzeug zu Fahrzeug. Auch das kann durchaus lange Zeit unterhalten. „Driver San Francisco“ bietet nämlich 130 steuerbare Schlitten. Viele davon auch lizensiert. So finden sich auf den Straßen Autos von Ford, McLaren, VW, Auto, Alfa Romeo und vielen weiteren Herstellern.


In die Rolle eines Fahrschülers schlüpfen

Neue Spielelemente oder Missionen werden euch vom Spiel durch anschauliche Einblendungen erklärt. Nach bestimmten Meilensteinen in der Story präsentiert euch das Spiel außerdem einen kleinen Rückblick darüber, was storytechnisch bereits passiert ist. Dies fügt sich gut ins Gesamtbild ein und bringt auch der Gesamtatmosphäre etwas. So seid ihr auch nach langen Spielpausen sofort wieder in der Story und wisst, was ihr eigentlich zu tun habt. Im Hauptmenü befindet sich zudem eine Ermittlungstafel, die euch den aktuellen Stand des Falls zeigt.

Die Missionen in „Driver San Francisco“ sind allesamt sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Insgesamt gibt es im Spiel über 130 Aufgaben zu erledigen. Um in der Story voranzukommen und die insgesamt 15 Story-Missionen abzuschließen, müsst ihr kleinere Aufgaben in der Stadt erledigen. Dabei schlüpft ihr mit dem „Shift-Feature“ in die Rolle verschiedener Bürger und helft ihnen ihre Ziele zu erreichen. Zum Beispiel helft ihr einmal ein paar Jungs bei einem Rennen zu gewinnen, damit sie Geld für das College gewinnen. Ohne die Hilfe von Tanner hätten sie wohl keine Chance das illegale Straßenrennen zu gewinnen. Lustig ist es die Dialoge anzuhören, die die Beifahrer an Tanners Seite von sich geben. So sind sie oft überrascht, welche Fahrkünste ihr Fahrer plötzlich an den Tag legt. Einmal schlüpft ihr auch in die Rolle eines Fahrschülers, der von seinem Fahrlehrer nur gerügt und gehänselt wird. Ist Tanner nun in der Rolle des armen Schülers, legt er eine regelrechte Stuntfahrt hin und schüchtert damit den Fahrlehrer ein. Seine dummen Kommentare wird er sich in Zukunft sparen. Damit die Missionen allesamt abwechslungsreich sind, haben die Entwickler über 30.000 Zeilen Dialoge eingebaut. Allesamt auch mit guter deutscher Synchronisation. Abwechslung ist wirklich geboten!


Technisch vollkommen in Ordnung

Grafisch ist „Driver San Francisco“ auf guten Niveau. Die virtuelle Großstadt sieht sehr gut modelliert aus, auch wenn teilweise Details fehlen. Die Straßen sind auch sehr gut belebt mit vielen verschiedenen Bürgern, die von euch glücklicherweise nicht überfahren werden können. Heizt ihr über den Gehsteig, springen die Fußgänger sofort auf die Seite. Dadurch entstehen teilweise Clippingfehler, die allerdings kaum der Rede wert sind. Sehr gut gelungen sind auch die schön animierten Zwischensequenzen, die die Story vorantreiben. Auch musikalisch geht „Driver San Francisco“ vollkommen in Ordnung. So bietet das Spiel einen großen Soundtrack und auch die deutsche Synchronisation hat uns gefallen.

FAZIT

„Driver San Francisco“ ist ein abwechslungsreiches Rennspiel geworden, das vor allem durch das neuartige „Shift-Feature“ profitiert. Auch, wenn Tanners unglaubliche Fähigkeit auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich erscheint, macht es doch nach kurzer Zeit ungemein Spaß durch die gut gestalteten Straßen des virtuellen San Franciscos zu hüpfen. Rennspielfans sollten sicher einen Blick riskieren!

Gameplay: 83%
Multiplayer: 77%
Grafik: 81%
Sound: 85%
GESAMT: 82%

+ Gutes Aussehen und gute Synchronisation
+ 130 teils lizenzierte Fahrzeuge, großes Straßennetz
+ Interessantes Shift-Feature…

- …, das allerdings sehr unrealistisch ist
- Minimale technische Mängel

Jetzt kaufen!
Driver: San Francisco bei Amazon

Offizielle Webseite

Getestet wurde die Xbox360-Version

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