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Test: NHL 11

Autor: Anton    Tags:  nhl, nhl 10, nhl 11, review, test    Publiziert:  19. September 2010



Alle Jahre wieder erscheinen die neuen Sportspiele von Electronic Arts. Den Anfang macht dieses Jahr die Eishockeysimulation NHL. Der neunzehnte Teil der Serie soll mit über 200 Gameplayneuerungen glänzen und Spannung auf dem Eis versprechen. Ob NHL 11 die Herzen aller Eishockeyfans höher schlagen lässt, erfahrt ihr in unserem Review.


Viel zu Spielen…

Wie auch schon die Vorgängerversion bietet NHL 11 wieder eine Menge verschiedener Spielmodi. Der Eishockeyfan findet verschiedene Turniermodi, Playoffmodi und auch den bekannten Saison-Modus. Im zusätzlichen „Be A Pro-Modus“ habt ihr noch die Chance mit einem selbsterstellten Spieler eine Karriere zu durchleben. Ihr könnt dann mit eurem Spieler von ganz unten anfangen und euch bis in die NHL hocharbeiten. Im „Be A GM-Modus“ könnt ihr hingegen einen General Manager (GM) spielen. Dieser ist sozusagen ein Trainer und ihr führt eure Lieblingsmannschaft durch 25 Saisonen. Durch verschiedene Erfolge, wie zum Beispiel das Erreichen des Stanley-Cups steigert ihr eure Chancen, dass ihr die Mannschaft noch länger trainieren dürft. Bei schlechten Leistungen wird der Verein nämlich sicher nicht erfreut sein und euch bald aus dem Team entlassen.

Sehr umfangreich ist auch dieses Jahr wieder der Trainingsmodus ausgefallen. Hier könnt ihr die verschiedensten Spielsituationen erproben. Außerdem ist es möglich Spielzüge zu erstellen. Dazu zeigt ihr euren Spielern, welche Wege sie parallel fahren sollen. Durch Kombination aller Spieler kommt ihr dann zu spektakulären Ergebnissen, die ihr auch gleich auf dem Eis testen könnt.

Natürlich gibt es auch einen neuen Spielmodus in NHL 11. Dieser nennt sich „Hockey Ultimate Team“ und ist eine Kombination aus Kartenspiel und Eishockey. Ihr bekommt zu Spielbeginn Spielkarten verschiedener Eishockeyspieler zugeteilt. Dies ist nun euer Team und ihr müsst es klug kombinieren, damit ihr später in den Spielen gute Ergebnisse erreicht und die „Teamchemie“ stimmt. Zusätzlich gibt es auch noch Karten für neue Trikots, Team-Logos oder Cheftrainer. Insgesamt gibt es über 4000 verschiedene Karten. Neue Karten könnt ihr auch mit der internen Währung „EA Pucks“ kaufen. Oder ihr benutzt die Trading-Area und tauscht eure Karten.


Revolutionäre Physik

Electronic Arts verspricht auf der Rückseite der NHL 11-Verpackung eine revolutionäre Echtzeit-Physik-Engine. Ehrlich gesagt bekommt man als Spieler kaum großartige Änderungen im Gameplay zu sehen, da auch schon NHL 10 realistisch aussah. Die Änderungen liegen im Detail. Zum Beispiel gehören Spieler und Schläger nun nicht mehr zwingend zusammen. Bei starken Checks oder großem Gewimmel vor dem Tor kann es sein, dass eurem Spieler der Schläger aus der Hand fällt. Bei harten Schlagschüssen passiert es auch, dass der Schläger in zwei Teile zerbricht. Dies sieht sehr realistisch aus und der Schläger bleibt auch eine Zeit lang auf dem Eis liegen und er reagiert auf eure Handlungen. Es wird zum Beispiel auch der Lauf des Puckes beeinflusst, wenn dieser auf einen Teil des Schlägers trifft. Euer Spieler sollte in der Zeit an die Teambank gefahren sein. Dort wartet dann nämlich ein neuer Schläger auf ihn. Sollte er in der Hitze des Gefechtes aber noch keine Zeit gehabt haben einen neuen Schläger zu ergattern, kann er trotzdem noch aktiv am Spielgeschehen teilnehmen. Er kann immer noch gegnerische Spieler checken und aus dem Konzept bringen. Oder er kickt einfach mit seinen Schlittschuhen den Puck zum Mitspieler.

Eine weitere Neuerung steckt in den Bullys. Hier habt ihr nun mehr Entscheidungsfreiheit, wie ihr den Puck spielen wollt. Ihr könnt verschiedene Griffe anwenden oder ihr drängt den Gegner vom Puck weg, damit sich ein Mitspieler den Puck schnappen kann. Es ist aber auch möglich, dass ihr den Puck gleich wegschießt.

Insgesamt wirkt das Gameplay in NHL 11 ein wenig langsamer als im Vorgänger. Dafür könnt ihr nun aber auch auf Knopfdruck sprinten. Allerdings bemerkt man den Unterschied zum normalen Fahren kaum. Aus FIFA 10 kennt man auch bereits die verschiedenen Torjubel, die man nach einem Treffer ausführen kann. Dies ist nun auch in NHL 11 möglich.


Multiplayer und Technik

Natürlich bietet NHL 11 auch wieder einen Multiplayer. An der Konsole könnt ihr bereits mit bis zu vier Spielern spielen. Online könnt ihr mit bis zu 12 Spielern ein Match bestreiten. Dabei übernimmt dann jeder Spieler die Rolle eines virtuellen Eishockey-Profis. Leider nutzt Electronic Arts in NHL 11 nun auch einen Online-Pass. Für alle Online-Funktionen ist es nötig einen Code, der sich auf der Handbuch-Rückseite befindet, einzugeben. Der Code ist allerdings nur einmal verwendbar. EA möchte dadurch verhindern, dass das Spiel gebraucht gekauft wird.

Technisch ist NHL 11, wie auch schon die Vorgänger, wieder auf dem neuesten Stand. Die Stadion-Atmosphäre ist sehr gut umgesetzt. Bei der Grafik gibt es teilweise kleinere Clipping-Fehler. Das heißt, dass die Spieler beispielsweise durch den Schiedsrichter durchfahren. Dies stört das Gameplay aber kaum. Leider bietet EA in NHL 11 auch wieder nur englische Spielkommentatoren. Diese arbeiten dafür aber auf hohem Niveau.

FAZIT

Electronic Arts hat es mal wieder geschafft. NHL 11 bietet viele neue Funktionen, die sich Eishockey-Fans nicht entgehen lassen sollten. Allerdings sind die Änderungen zu NHL 10 nicht so gravierend, dass sich für Besitzer des Vorgängers ein Kauf lohnt. Dennoch ist das Spiel zurzeit die beste Eishockey-Simulation auf dem Markt.

Gameplay: 87%
Multiplayer: 91%
Grafik: 87%
Sound: 85%
GESAMT: 87%

+ Voll lizensiert
+ Neue Physik bei den Schlägern
+ Viele Spielmodi
+ Tolle Atmosphäre
+ Viele kleine neuen Verbesserungen

- Englischer Kommentator
- Keine wirklich revolutionären Neuerungen

Jetzt kaufen!

Offizielle Webseite

Getestet wurde die Xbox360-Version.
Vielen Dank an Electronic Arts für das Testmuster

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