Vor ein paar Wochen veröffentlichte Deep Silver das Rollenspiel Risen in Deutschland. Besonderheit: Die Entwickler (Piranha Bites) sitzen in Deutschland! Wir haben uns die Xbox360 Version des neuen Rollenspiels aus Deutschland geschnappt und sie genauer unter die Lupe genommen.
Piranha Bites?
Ihr habt den Namen Piranha Bites schon einmal irgendwo gehört? Kann gut sein, denn diese Entwickler sind für die legendäre Gothic Serie verantwortlich. Nachdem sich mit Gothic 1 und 2 eine große Fangemeinde gesammelt hat drohte sich diese mit dem dritten Teil aufzulösen. Zu hohe Hardwareanforderungen (zu damaliger Zeit) sowie eine regelrechte Bugwelle machte Gothic 3 so gut wie unspielbar. Nun können Piranha Bites mit Risen zeigen was sie draufhaben!

Die ersten Minuten der 360-Version werden sicherlich für Enttäuschung sorgen. Grafisch macht das Spiel, im Vergleich zur PC Version, einen sehr schlechten Eindruck. Verwaschene kahle Texturen sowie hölzerne Animationen stehen an der Tagesordnung. Grafikdetails oder eine weite Sichtweite sucht man ebenfalls vergebens. Wen man also die Qual der Wahl hat sollte man zur PC Variante greifen, die zum zweiten noch um einiges billiger ist.
Grafik ist nicht alles! – Story und das Gameplay
Zu Beginn des Spiels findet ihr euch als namenloser Held (typisch für Piranha Bytes) gestrandet auf einer Insel wieder. Ihr wisst nicht was passiert ist und habt keine Ahnung wo ihr seid. Am Besten macht ihr euch auf die Suche nach weiteren Überlebenden am Strand. Etwas weiter zwischen vielen Ertrunkenen findest ihr eine Überlebende. Ihr Name ist Sara und sie dient als interaktives Tutorial. Nun macht ihr euch auf den Weg ins Innere der Insel.

Nach einem kleinen Fußmarsch seid ihr schon als Mann gefragt! Ein Monster kommt auf euch zu und greift euch an. Eure Aufgabe ist es nun, Sara zu beschützen. Schnell zieht ihr mit X einen Ast den ihr am Strand gefunden habt und bescherst dem Monster durch gezielte Schläge den Pixeltod. Geschlagen wird mit A. Das war das Kampfsystem auch schon im Großen und Ganzen. Leider ist es nicht so umfangreich wie in früheren Gothic-Teilen. Im späteren Spielverlauf könnt ihr aber noch weitere Attacken und Kampfmethoden lernen.
Wenn ihr einem Weg folgt findet ihr ein Haus. Hier wird Sara sich niederlassen und ihr bekommt eure ersten Quests. So müsst ihr ihr beispielsweise Fleisch braten. Dazu nehmt ihr eine Pfanne, die ihr im Haus findet und stellt euch vor ein Feuer. Schade: Es liegt gar kein Fleisch in der Pfanne wenn er sie über das Feuer haltet. Diese und weitere kleinen „Darstellungsfehler“ können die sonst dichte Atmosphäre des Titels negativ beeinflussen.

Im späteren Spielverlauf werdet ihr in ein Banditenlager kommen, wo euch eine Vielzahl verschiedenster abwechslungsreicher Quests erwarten. Aktuelle Quests können im Questtagebuch übersichtlich aufgelistet werden. Ansonsten überzeugt das Questsystem auch voll und ganz. Insgesamt bietet das Spiel 250 Aufgaben, sodass ihr lange Zeit durchs Land streifen könnt.
Typisch Rollenspiel – Typisch Gothic
Da Risen ein typisches Rollenspiel ist könnt ihr natürlich allerhand Gegenstände sammeln und wieder bei Händlern verkaufen. Kurz vor dem zweiten Kapitel müsst ihr euch auch für eine der drei Klassen entscheiden. Es gibt die Banditen, die Ordenskrieger und die Magier. Je nachdem welche Richtung ihr einschlagt werdet ihr Quests unterschiedlich lösen müssen. Ein zweites Mal Durchspielen ist also sicher eine Überlegung wert.
Typisch für Gothic war auch die stets gute deutsche Synchronisation. So auch in Risen: Man merkt, dass auf die Stimme der Charaktere viel Wert gelegt wurde.

| Gameplay: | 90% |
| Multiplayer: | - |
| Grafik: | 69% |
| Sound: | 87% |
| Steuerung: | 81% |
| GESAMT: | 81% |
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Vielen Dank an Deep Silver für die Bereitstellung eines Testmusters von “Risen”.
