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Test: Assassin’s Creed Brotherhood

Autor: Anton    Tags:  assassins creed, Assassins Creed: Brotherhood, review, test    Publiziert:  28. November 2010



Ezio Auditore da Firenze ist zurück! Ubisoft spendiert uns rund ein Jahr nach Assassin’s Creed 2 leider noch keinen dritten Teil sondern eher einen Nachschlag zum zweiten. Das Ergebnis trägt den Namen Assassin’s Creed Brotherhood und ist für Playstation 3 und Xbox360 seit kurzem erhältlich. Eine PC-Version soll 2011 folgen.
Wir haben uns nach Rom aufgemacht. Dort verschlägt es Ezio nämlich in Assassin’s Creed Brotherhood hin. In diesem Review verraten wir euch dann, ob die Abenteuer rund um den Assassinen immer noch Spaß machen und welche Neuerungen es in Assassin’s Creed Brotherhood gibt.


Zurück im Animus

Die Geschichte rund um Ezio wird in Assassin’s Creed Brotherhood weitererzählt. Solltet ihr noch nie einen Assassin’s Creed Teil gespielt haben, werdet ihr storytechnisch anfangs einige Probleme haben. Nach wie vor schlüpft ihr in die Rolle von Desmond Miles. Desmond hat die Assassinen Ezio und Altaïr als Vorfahren und wird dazu verwendet, in die Vergangenheit zu reisen. Dazu steigt Desmond in einen Animus und nach wenigen Sekunden befindet er sich im Rom des späten 15. Jahrhunderts.

Während einer sehr schön inszenierten Angriffsszene der Templer auf die Auditore-Villa in Monteriggioni zu Beginn des Spiels wird Ezios Onkel getötet und der Edensplitter in Apfelform fällt in die Hände der bösen Templer. Die Templer möchten mit diesem mächtigen Artefakt die Menschheit kontrollieren und sollte Desmond in der Vergangenheit den Edensplitter nicht wieder in die Hände der Assassinen bekommen, wird die Welt in die Hände der Templer fallen.
Doch auch im Jahr 2012 läuft es nicht besser. Abstergo Industries, der Konzern hinter dem die Templer der aktuellen Zeit stecken, hat das Versteck von Desmond und seinen Kollegen entdeckt und sie müssen fliehen.


Pferde, Armbrüste und deine Brüderschaft

Am Gameplay hat sich an Assassin’s Creed Brotherhood nur kaum etwas geändert. Es sind viele kleine Neuerungen, die Spielspaß bringen. So könnt ihr nun auch in Städten mit Pferden reiten. Dies ist vor allem in Rom wichtig, da die Stadt sehr groß ist. Mit den Pferden könnt ihr nämlich schneller von A nach B reiten. Solltet ihr es aber mal richtig eilig haben, solltet ihr beschädigte Aquädukte aufsuchen. Diese dienen als eine Art Teleporter. Mit ihnen könnt ihr mit wenigen Klicks reisen.

Eine weitere Neuerung ist das Feature eurer eigenen Assassinen-Gilde. Zu einem Punkt des Spiels seid ihr alleiniger Anführer der Assassinen und müsst euch deshalb auch um den Nachwuchs kümmern. Immer mal wieder kommt ihr in Situationen, in denen ein Bürger bedroht wird. Zeigt ihr ihm eure Kampfkünste und erlegt seine Feinde, wird er so beeindruckt sein, dass er eurer Gilde beitritt. Habt ihr eine bestimmte Anzahl Assassinen angeworben, könnt ihr sie auch befehligen. Drei Statusbalken zeigen den Status eurer „Untertanen“. Kommt ihr in eine brenzlige Situation oder wollt ihr ein Auftragsattentat nicht selbst erledigen, kommen eure Jünger nun ins Spiel. Per Knopfdruck befehlt ihr, welcher Gegner angegriffen werden soll. Nach nur wenigen Sekunden machen sich die Assassinen ans Werk. Dadurch sind einige taktische Spielzüge möglich, allerdings wird das ganze taktische Potenzial leider nicht ausgeschöpft.


Gute Atmosphäre im 15. Jahrhundert

Mit Rom ist in Assassin’s Creed Brotherhood leider nur noch eine Stadt enthalten. Ihr könnt also nicht wie im zweiten Teil zwischen den Städten herumreisen. Allerdings ist Rom dafür umso größer geworden und die vielen Stadtteile bieten genug Platz zum Erkunden. Die Hauptkampagne ist nach rund 18 Stunden durchgespielt. Allerdings gibt es noch viele weitere Nebenmissionen und Sammelgegenstände, die die Spieldauer verlängern.
Die Missionen der Hauptstory sind alle sehr abwechslungsreich. Mal rettet ihr die Mutter eines weinenden Jungen, mal bringt ihr ein Bordell in eure Hände. Mal sind es einfache Attentate, mal eine Art Undercover-Auftrag. Die Gestaltung der Story ist auch insgesamt spannend und überzeugend. Ihr könnt nun auch immer wieder zurück in die Gegenwart reisen und aus dem Animus aussteigen. Allerdings gibt es in der Gegenwart kaum etwas zu entdecken.

Die Atmosphäre in Rom wird mit Assassin’s Creed Brotherhood sehr gut eingefangen. Die Straßen sind belebt und überall hört man Geschrei und Gerede. Während ihr euren Spaziergang durch die Straßen macht kann auch immer mal ein unerwartetes Ereignis passieren. Zum Beispiel ein paar dumme Diebe kommen auf die Idee eure Kleider zu klauen und greifen euch an. Mit wenigen Handgriffen habt ihr den Angriff abgewehrt und die Diebe in den Pixeltod geschickt. Nun plündert ihr sie aus – so kann’s laufen.

Neben Bannern und Federn, die ihr wieder sammeln könnt, habt ihr auch die Aufgabe verschiedene Anführer der feindlichen Templer zu töten. Dazu dringt ihr in das feindliche Gebiet ein und nach einem erfolgreichen Attentat setzt ihr noch ein Zeichen indem ihr den Turm des Gebiets in Brand setzt. Nun ist das Gebiet in eurer Hand und ihr könnt beispielsweise Immobilien kaufen und dehnt dadurch euren Machteinfluss aus.


Assassins Creed nun auch mit Multiplayer?!

Ubisoft hat dem neuesten Assassins Creed Teil auch einen Multiplayermodus verpasst. Hier könnt ihr online eine Art Katz-und-Maus Spiel spielen. 6 Spieler haben je einen Verfolger und je ein Ziel. Ihr müsst nun schnellstmöglich euer Zeil um die Strecke bringen. Der Clou liegt darin, dass auf der Karte viele weitere gleichaussehende „Zivilisten“ herumlaufen. Ihr könnt also nie sicher sein, wer nun euer Verfolger oder euer Ziel ist. Nur ein kleiner Kompass zeigt euch die ungefähre Position eures Ziels.

Sammelt ihr online möglichst viele Punkte, schaltet ihr immer wieder neue Kleidungsstücke und Spielmodi frei. Insgesamt ist der Multiplayer unterhaltsam. Einen Minuspunkt gibt es aber aufgrund zu weniger Karten.


Die Technik im alten Rom

Technisch hat sich in Assassin’s Creed Brotherhood im Vergleich zum zweiten Teil kaum etwas verändert. Die Grafik ist immer noch auf einem hohen Niveau und vor allem die Animationen der Figuren überzeugen. Leider gibt es während des Spiels immer wieder nervige Pop-Ups. Dies fällt vor allem auf, wenn man mit einem Pferd durch die Stadt reitet.
Dafür gibt es beim Sound aber kaum Probleme. Die Synchronsprecher leisten eine gute Arbeit und die musikalische Untermalung passt. Leider wiederholen sich aber manche Sätze der Bürger zu oft.

FAZIT

Assassin’s Creed Brotherhood ist ein toller Nachschlag zum zweiten Assassins Creed Teil. Die vielen kleinen Neuerungen und der Multiplayermodus machen das Spiel zu einem Pflichtkauf für alle Actionfans.

Gameplay: 92%
Multiplayer: 87%
Grafik: 84%
Sound: 87%
GESAMT: 88%

+ Langer Singleplayer
+ Neuer Multiplayermodus
+ Viel zu entdecken

- Nervige Pop-Ups

Jetzt kaufen!

Offizielle Webseite

Getestet wurde die Xbox360-Version.

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