Im November 2011 hat der Indie-Entwickler „Digital Arrow“ ein Jump’n’Run aus der Egoperspektive, genannt „inMomentum“, veröffentlicht. Was das Indie-Spiel aus der österreichischen Softwareschmiede taugt, haben wir getestet.
Der 3D-Plattformer
Wie der Titel bereits suggeriert, geht es bei diesem “Steam-Titel” um Bewegung und Geschwindigkeit. Es handelt sich hier nämlich nicht um einen gewöhnlichen Plattformer. Nicht nur die Tatsache, dass man aus der Egoperspektive spielt und dabei nicht laufend Gegner abknallt, ist unkonventionell. Auch der Fakt, dass man nicht weit kommt, sofern man lediglich einfache Sprünge benutzt, lässt das Spiel aus der Reihe tanzen. Der Schlüssel zum Erfolg ist nämlich der Wandsprung: Während ihr mit der rechten Maustaste einen Sprung ausführt, könnt ihr anschließend an der Wand mit der linken Maustaste bis zu zwei weitere Sprünge machen. Anschließend könnt ihr zu einer anderen Wand hüpfen und schon habt ihr weitere zwei Wandsprünge zur Verfügung.

Wandsprünge verleihen euch außerdem einen Geschwindigkeitsschub, den ihr beibehalten könnt, wenn ihr in Bewegung bleibt. Das Schießen bleibt nicht ganz aus, denn auf diese Weise aktiviert ihr Schalter, welche bewirken, dass Hindernisse verschwinden. Ändert ihr den Schwierigkeitsgrad, dann fällt euer Charakter schneller und es wird schwieriger, hohe Stellen in den futuristisch angehauchten Level zu erreichen. Auf dem Weg zu eurem Ziel sammelt ihr Sphären ein und durchlauft Tore, die als Checkpoints in dem ansonsten gnadenlosen Spiel dienen. Ihr könnt übrigens auch online gegen andere Spieler antreten, um zu sehen, wer die Levels am schnellsten abschließen kann. Oder ihr vergleicht einfach eure Ergebnisse in den Online-Ranglisten. Es stehen 14 Levels zur Verfügung, die alle sehr bunt sind und aus Blöcken bestehen. Grafisch ist das Spiel nicht sehr aufwendig gestaltet, dafür sieht es einfach stimmig aus.
Wir empfehlen eine Anschaffung nur dann, wenn euch eine arcadige und zu Beginn ziemlich schwierige Jagd nach der Bestzeit motivieren kann. Wer sich auf das Game, das übrigens mit schlanken zehn Euro zu Buche schlägt, einlässt und die anfänglichen Schwierigkeiten bewältigt, demjenigen erschließt sich bald das Suchtpotential, das dieser Titel beherbergt.
Wertung: 7/10
Offizielle Webseite: http://digital-arrow.com/inmomentum
Kaufen bei Steam: http://store.steampowered.com/app/110400/
Autor: Pascal Steiner
