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Onlive rutscht in die Insolvenz

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Onlive, ein 2009 gestarteter Service für das Streaming von Spielen, ist pleite. Das Resultat daraus sind radikale Kürzungen bei den Mitarbeitern und bei den Servern. Eine Gruppe Investoren soll das Unternehmen übernehmen und die Verfügbarkeit des Service weiterhin aufrecht erhalten.

Ein bereits entlassener Mitarbeiter brachte die Nachricht ins Rollen. Dieser schrieb auf Twitter, dass Onlive bald nicht mehr existieren werde. Kurz darauf bestätigte das Unternehmen offiziell, dass man nach Investoren suche. Wer an Onlive Interesse hat, wurde nicht verraten. Laut Gerüchten soll es sich jedoch um einen privaten Investor handeln, der von dem Service beeindruckt sei.

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Sony den Konkurrenten Gaikai gekauft hat. Auch eine mögliche Übernahme von Onlive war im Gespräch. Ebenfalls zu den Interessenten zählte man Hewlett-Packard, aus einer möglichen Übernahme wurde jedoch nichts. Laut Onlive-CEO Steve Perlman soll das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar wert sein. Zu Stoßzeiten nutzen ca. 1800 Leute den Service, insgesamt zwei Millionen Mitglieder soll der Dienst haben.

Die Folgen aus dieser Pleite müssen wie so oft die Mitarbeiter tragen. Von den zuletzt 180 bis 200 Mitarbeitern wurden 80 Prozent entlassen. In die neue, durch Investoren gestemmte Firma, sollen nur 20 Mitarbeiter übernommen werden.

[via golem.de