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Test: Amazon Kindle Paperwhite

Kindle-Paperwhite-Slide

Waren eBook-Reader vor wenigen Jahren noch ein Nischenprodukt, sind sie im Jahr 2013 wohl wirklich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Heutzutage fällt man in Bus und Bahn nicht mehr auf, wenn man ein elektronisches Buch in der Hand hat. Wer auch die Vorteile eines eBook-Readers nutzen möchte, muss sich zuerst für eines der vielen Exemplare entscheiden. Viele Hersteller bieten ähnlich aussehende Geräte an. So auch der Versandhändler Amazon, der mit seinem Kindle schon seit einigen Jahren den Markt dominiert. Die neueste Kindle-Version trägt den Beinamen Paperwhite und soll in nahezu allen Punkten andere eBook-Reader schlagen.

Beleuchtetes Lesevergnügen

Der Kindle Paperwhite wird nach wie vor in einer kleinen Schachtel geliefert. Hier ist neben dem Reader selbst noch ein USB-Kabel und einige kleine Bedienungsanleitungen enthalten. Weiteren Zubehör legt Amazon nicht bei. Der Akku des Kindles wird mit dem beiliegenden USB-Kabel geladen. Dieses kann auch an einem extra erhältlichen Netzteil angeschlossen werden, damit der Kindle auch an Steckdosen geladen werden kann. Der Preis beläuft sich hierbei auf 9,99 Euro. Das USB-Kabel wird auch verwendet um Daten von einem PC auf den Kindle zu übertragen.

Übertragen werden können beispielsweise direkt bei Amazon gekaufte eBooks. Diese können auch im Browser heruntergeladen und dann per USB auf den Kindle kopiert werden. Des weiteren unterstützt der Kindle auch die Anzeige von PDF-Dateien. Bei nicht angepassten PDF-Dateien, wie beispielsweise Zeitungen oder Magazine im DIN A4-Format, ist es allerdings schwer den Text ohne Zoom zu lesen. Das Gerät lässt PDFs auch vergrößern, allerdings ist dies sehr träge und langsam. Des weiteren wird das durchaus populäre ePub-Format vom Kindle einfach ignoriert. Wer Bücher in diesem Format besitzt, muss sie zuerst in ein unterstütztes Format umwandeln. Dies ist aber nicht immer möglich, da viele Shops die ePub-Bücher nur mit Kopierschutz vertreiben.

Die größte Neuerung des Kindle Paperwhite ist der beleuchtete Display. Nur wenige aktuelle eBook-Reader beleuchten das Display. Der Kindle Paperwhite benutzt kleine LEDs, die im Rahmen verbaut sind und von oben über das Display scheinen. Dadurch erkennt man an der Unterseite kleinere Lichtbündel, da hier direkt die LED-Lämpchen angebracht sind. Im Großen und Ganzen ist der Display gleichmäßig abgedeckt und durch die regelbare Helligkeit, ist in allen Umgebungen entspanntes Lesevergnügen möglich.

Kindle-Paperwhite

Wie bereits aus dem Kindle Touch bekannt, verfügt auch der Kindle Paperwhite wieder über einen eInk-Display mit schnell reagierendem Touchscreen. Nach wie vor sind Buchstaben gestochen scharf dargestellt und mit dem Touchscreen lässt es sich leicht durch die Funktionen navigieren. Der Reader bietet keinen physischen Knopf, bis auf den Power-Schalter. Ein Home-Button hätte dem Gerät sicherlich nicht geschadet, denn so muss der Anwender durch den Touchscreen zurück ins Hauptmenü navigieren. Dafür ist der aktuelle Kindle auch wieder sehr gut verarbeitet. Die gummierte Oberfläche fühlt sich hochwertig an und liegt gut in der Hand. Das Gewicht von ca. 200 Gramm ist auch genau passend. Dadurch wirkt das Gerät nicht billig, lässt sich aber dennoch lange Zeit in der Hand halten.

Den Kindle Paperwhite gibt es auch wieder in einer WiFi und in einer 3G-Version. Mit der 3G-Version lassen sich kostenlos und ohne Sim-Karte über das Mobilfunknetz (weltweit!) Bücher herunterladen. Amazon verfügt über einen eigenen eBook-Store, der Millionen Kindle Bücher anbietet. Nahezu alle aktuellen Bücher sowie Klassiker sind dort zu finden. Die Preise sind hierbei stets günstiger als die Print-Version. Des weiteren gibt es eine große Anzahl an kostenlosen Klassikern oder auch kostenlose Werke von unbekannteren Autoren.

FAZIT

Der Kindle Paperwhite ist ein moderner eBook Reader, der hochwertig verarbeitet ist und tolle Funktionen mit an Bord hat. Über den Amazon eBook-Store lassen sich Millionen Bücher herunterladen, von denen ein Großteil auch kostenlos ist. Negativ fällt lediglich die fehlende Unterstützung des ePub-Formats auf.

Kindle Paperwhite 3G bei Amazon
Kindle Paperwhite WiFi bei Amazon

1 Kommentar

  1. Florian N

    Schöner Test zum Kindle Paperwhite. Ein Studienkollege besitzt es auch und ist aus den gleichen Gründen, die hier erwähnt werden, begeistert.

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