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Test: Men of War: Red Tide

Wir schreiben das Jahr 1941. Die deutsche Armee befindet sich mitten auf ihrem Vormarsch Richtung Osten. Wenn wir an die Ostfront denken, fällt uns sofort ein Name ein: Stalingrad! Dabei wird allerdings meistens vergessen, dass im Süden der Ostfront rumänische Truppen in Richtung des Schwarzen Meers vordrangen und die Hafenstadt Odessa eroberten. Die Rote Armee, zahlenmäßig weit unterlegen, musste sich zurückziehen. Um den Rückzug zu sichern, wurden die Black Coats, eine Marine Spezialeinheit, eingesetzt. Mit ihrem Kampf ermöglichten sie es, zahlreiche Zivilisten aus Odessa zu evakuieren und zu Helden Russlands zu werden. In „Men of War Red Tide“ schlüpft ihr in die Rolle des Kommandeurs der besagten Truppe und leitet sie durch die Schlachten um Odessa, Sewastopol, Theodosia, Eltigen, Nikolajew und Constanta. Wir haben uns mit dem Spiel befasst und schildern euch in diesem Test unsere Eindrücke.

Nichts für Weicheier!

„Men of War“ ist nicht ganz unbekannt für seine schwierigen Kampagnen und schier unlösbaren Missionen. Schon in der ersten Mission von Red Tide werdet ihr ins kalte Wasser geworfen. Ihr nehmt einen Strand in der Nähe von Odessa ein und sichert diesen. Dabei müsst ihr von Deckung zu Deckung rennen, um dem Maschinengewehrfeuer zu entkommen. Nachdem die Schützengräben eingenommen sind, kommt die nächste schwierige Aufgabe; die herannahenden Panzer zerstören. Und das am besten mit Raketenwerfern, die in einer der unzähligen Kisten im Schützengraben liegen. Na toll! Wer hier nicht Glück hat und die besagte Kiste sofort findet, tut sich schwer gegen die Panzer anzukommen!

Aber nicht, dass wichtige Ziele schlichtweg nicht gekennzeichnet sind; nein auch die Gegner verfügen über erstaunlich hohe Fähigkeiten im Umgang mit Waffen. Wer also wenig Erfahrung mit Echtzeitstrategiespielen hat, wird hier keinen Spaß haben und bald deprimiert die Flinte ins Korn werfen!

Von Odessa bis Constanta

Der Umfang der Kampagne beschränkt sich leider nur auf 6 Schlachten. Natürlich wird jede einzelne Schlacht in kleinere Missionen unterteilt, dennoch fällt der Gesamtumfang des Spiels nicht gerade üppig aus. Insgesamt bietet „Men of War Red Tide“ 23 Missionen, bei denen ihr gegen Deutsche, Rumänen und Italiener kämpft.

Rein ins Gefecht!

In Sachen Gefecht hat sich „Red Tide“ zu seinem Vorgänger „Men of War: Assault Squad“ nur kaum verändert. Weiterhin lautet die Devise von Deckung zu Deckung rennen! Positiv ist hier, dass mögliche Deckungen angezeigt werden, hinter denen man sich vor dem Gegenfeuer verstecken kann. Dafür dienen zum Beispiel Bäume, Felsen, Sandsäcke oder Senkungen im Boden. Wer jedoch einen starken Überlebensinstinkt besitzt, sollte seinen Truppen befehlen sich hinzuknien oder hinzulegen.

Wem einmal die Munition ausgegangen ist, kann sich bei gefallenen Soldaten bedienen oder einfach einen Blick in die Kisten werfen. Meistens findet man Handgranaten oder andere Munition.

Von wegen Action!

Laut Verpackung ist „Men of War: Red Tide“ ein Third-Person-Actionspiel. Allerdings hat Red Tide so wenig mit einem Actionspiel zu tun, wie Call of Duty mit einer Simulation! Trotz Explosionen und viel Geballer kommt nicht wirklich ein Gefühl von Action auf. Dafür ist das Spiel einfach nicht schnell genug und mit zu wenig Spezialeffekten ausgestattet.

FAZIT

„Men of War: Red Tide“ bietet einiges. Allerdings ist es nur für eine kleine Gruppe von Spielern wirklich spielbar. Der hochangelegte Schwierigkeitsgrad macht es sehr schwierig für Anfänger. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass in Red Tide bis jetzt fast unbekannte historische Schlachten ausgegraben worden sind, die es interessant gestalten. Da die Steuerung und Grafik aber auch keine richtige Innovation bietet, können wir das Spiel nicht jedem empfehlen.

Autor: Andreas Bucher

Gameplay: 71%
Multiplayer:
Grafik: 62%
Sound: 64%
GESAMT: 66%

+ Unbekannte historische Schlachten
+ Ausreichender Umfang

– Sehr hoher Schwierigkeitsgrad
– Keine Innovationen

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