Gametests Testbereich

Test: F.E.A.R. 3

Rund zwei Jahre mussten die Fans von „F.E.A.R. 2: Project Origin“ nun auf den dritten Teil von F.E.A.R. warten. Umso schlimmer war die Tatsache, dass am Verkaufsstart von „F.E.A.R. 3“ beim Download des Spiels Probleme aufkamen und das Spiel nicht herunterladbar war. Erst nach stundenlangem Warten durften schließlich auch die Computerspieler wieder in ein atemberaubendes Horrorszenario tauchen. Wie stark hat uns „F.E.A.R. 3“ gegruselt? Das verraten wir euch in unserem Testbericht.

Die Story

Alma, das unheimliche Mädchen aus dem ersten Teil, welche paranormale Fähigkeiten besitzt und für zahlreiche grausame Morde verantwortlich ist, ist erneut schwanger. Die Geburt und die dadurch entstehende Katastrophe müsst ihr verhindern. Dabei schlüpft ihr in die Figur des Point Man, Almas ersten Sohn und kämpft sowohl gegen die schießwütigen Soldaten von Armachan, als auch gegen die verrückten Bewohner von Fairport. Im Koop-Modus kann man sowohl Point Man, als auch seinen diabolischen Bruder Fettel spielen, welcher als Geist in die Haut von Soldaten schlüpft oder andere übernatürliche Fähigkeiten besitzt.

Die Kampagne

Zu Beginn von „F.E.A.R. 3“ seid ihr in einem Gefängnis eingesperrt, aus dem ihr entkommen sollt. Dieses nicht allzu schwere Unterfangen bereitet euch natürlich keine Probleme und schwupp-di-wupp seid ihr frei. Auf der Flucht erklärt ihr euch bereit einem alten Squadmitglied, welches in Fairport gefangen ist, aus dem Chaos zu helfen. Mit von der Partie ist immer Fettel Paxton, der im ersten Teil von „F.E.A.R. 3“ von seinem Bruder erschossen worden ist. Trotz der getrübten Vergangenheit kämpfen die beiden Brüder Seite an Seite um die Katastrophe zu verhindern.

Im Endeffekt spielt ihr euch allerdings durch acht Kapitel Missionen-Kuddelmuddel, bei denen es schwer ist, den Überblick zu behalten. Wer mit den Vorgängern von „F.E.A.R. 3“ nicht vertraut ist, wird hier einige Schwierigkeiten haben die Story zu verstehen, da nur sehr wenig über die Vorgeschichte erzählt wird. Allerdings haben die F.E.A.R.-Neulinge auch einen kleinen Vorteil; während die Kenner von F.E.A.R. mit Schockmomenten verwöhnt sind und auf der unendlichen Suche nach Neuen sind, genügen sich die Neulinge mit den wenigen Schockszenen in „F.E.A.R. 3“.

Eine weitere Neuerung gegenüber „F.E.A.R. 2“ ist der Koop-Modus, in dem ihr mit anderen Spielern auf der ganzen Welt durch die dunklen Gassen von Fairport ziehen könnt. Dabei schlüpft einer von euch in die Rolle des Point Man, während der andere als Fettel Gegner mit übernatürlichen Moves ausschalten darf.

Gameplay

Um ehrlich zu sein hat das ehemalige Horrorszenario F.E.A.R. leider einen kleinen dicken Egoshooterbruder „F.E.A.R. 3“ bekommen. Schockszenen werden durch actionreiches Geballere und Explosionen abgelöst. Um solche Momente unbeschadet zu überleben gibt es in „F.E.A.R. 3“ ein ausgeklügeltes Deckungssystem, mit dem ihr leicht Kugeln aus dem Weg gehen und euch hinter Mauern, Blumentöpfen oder anderen Gegenständen verschanzen könnte. Allerdings hilft die beste Deckung nicht, wenn ihr von Gegnern umschwärmt oder von irregewordenen Bewohnern von Fairport angegriffen werdet. Oftmals müsst ihr euch durch wohl koordinierte Angriffe der Soldaten von Armachan schlagen, was sich auf Grund der klugen KI als außerordentlich schwierig gestalten kann.

Grafik und Sound

Auch wenn sich die Schockmomente in Grenzen halten, kann „F.E.A.R. 3“ mit einer gruselig inszenierten Umgebung ein wenig dunkle Atmosphäre verbreiten. Blutverschmierte Gänge, dunkle Gassen und grauenvolle Schreie lassen Horrorstimmung aufkommen. Trotz guter Atmosphäre hat „F.E.A.R. 3“ immer wieder mit Balancing und Texturproblemen zu kämpfen, weshalb die Grafik uns nicht vom Hocker gehauen hat!

FAZIT

Goodbye horror, welcome action! Anscheinend ist dies das neue Motto von „F.E.A.R. 3“. Für Freunde der ehemals so schaurigen F.E.A.R.-Serie dürfte dies der größte Schock bei „F.E.A.R. 3“ sein. Klassische Gruselmomente, toller Spannungsaufbau werden von subtiler Ballerei abgelöst. Für Quereinsteiger bietet „F.E.A.R. 3“ ebenfalls wenig Freude, da die Vorgeschichte von „F.E.A.R. 3“ nicht im geringstem erwähnt wird und die von allein schon komplizierte Story noch schwieriger zu verstehen wird! Wenn das Gesamtpaket nicht stimmt, können auch der neue Koop-Modus und Mehrspielergefechte übers Internet und LAN nichts mehr rausreißen. Man kann sagen: dieses Mal hatte Alma wirklich eine schwierige Geburt!

Autor: Andreas Bucher

Gameplay: 68%
Multiplayer: 85%
Grafik: 73%
Sound: 76%
GESAMT: 76%

+ Meistens kluge KI
+ Koop- und Mehrspieler Modus
+ Ausgeklügeltes Deckungssystem

– Wenige Schockmomente
– Wenig Handlungsfreiraum
– Einseitige Gegnerwellen

Jetzt kaufen!
F.E.A.R. 3 bei Amazon

Offizielle Webseite

Getestet wurde die PC-Version