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Test: Assassin’s Creed: Revelations

Ubisoft kann es einfach nicht lassen. Und so gibt es auch dieses Jahr wieder einen neuen Teil der bislang noch recht beliebten Spieleserie Assassins Creed. Doch ist es gut für die Serie, dass jedes Jahr ein neuer Teil auf den Markt kommt? Wird das Abenteuer rund um Desmond Miles und Ezio nicht langsam langweilig? Unsere Meinung zu Assassins Creed: Revelations lest ihr hier.

Der alte Ezio

Auch in Assassins Creed: Revelations schlüpft ihr in die Rolle von Desmond Miles und versucht die Verschwörung der Templer aufzudecken. Wieder steigt ihr in den Animus und reist als Ezio diesmal nach Konstantinopel. Ezio ist allerdings alt geworden. Die jungen Jahre in denen er Frauen hinterhergerannt ist, sind vorbei. Das merkt ihr auch zu Beginn des Spiels. Ezio fallen Klettereinlagen schwerer und er stöhnt öfter bei riskanten Sprüngen. Ihr durchlebt nun als Desmond die letzten Erinnerungen eures Vorfahren. Storytechnisch wollen wir hier nicht zu viel verraten. Allerdings werden viele offene Fragen aus den vergangenen Teilen beantwortet. Auch Altair wird seinen Auftritt haben. Aber auch viele neue Fragen werden nach dem Spiel offen bleiben und diese legen wohl einen guten Grundstein für Assassins Creed 3, das nächstes Jahr erscheinen soll.

In Assassins Creed: Revelations hüpft ihr also nicht mehr über die Dächer Roms, sondern kommt nach Konstantinopel und erlebt dort eure Abenteuer. Schon zu Spielbeginn, nachdem ihr aus den Fängen der Templer entflohen seid, lernt ihr Yusuv Tazim kennen. Er ist Meister-Assassine und hilft Ezio sich in der Stadt zurechtzufinden. Von ihm bekommt ihr beispielsweise die neue Haken Klinge. Hiermit könnt ihr noch größere Abstände erklimmen, da ihr mit der neuen Klinge einen verlängerten Arm habt. Außerdem könnt ihr nun an Seilen, die in der Stadt gespannt sind, schnell entlang rutschen. Yusuv wird euch im Laufe des Spiels auch noch auf den Bombenbau hinweisen. In Assassins Creed: Revelations gibt es ein eigenes Menü zum Bomben bauen. Gesammelte Items kombiniert ihr hier beispielsweise zu Splitterbomben, mit denen ihr dann eure Gegner täuschen, vernichten oder ablenken könnt. Überall in der Stadt sind Behälter aufgestellt, wo ihr die Möglichkeit habt eure Bomben zu lagern oder neue zu Bauen.

Klassisches Gameplay

Wer Assassins Creed: Revelations spielt, wird merken, dass es sich wieder um einen waschechten Teil der Serie handelt. Große Neuerungen gibt es im Gameplay nicht. Noch immer erfüllt ihr recht abwechslungsreiche Missionen und hüpft über die Dächer von Konstantinopel. Bei den Missionen ist es zudem möglich, dass ihr sie teilweise komplett im Schleichen löst. Das Spiel lässt euch hier also die Wahl ob ihr knallhart ins Gemetzel geht oder euch um die Wachen herumschleicht.

Eine Gameplay-Neuerung sind die kleinen Tower Defense-Einlagen. Versuchen die Templer ein Gebiet von euch einzunehmen, befindet ihr euch in der Rolle des Anführers und platziert Einheiten auf euren Dächern. Dabei müsst ihr immer aufpassen, dass genügend Moral vorhanden ist, um Einheiten zu platzieren. Zudem könnt ihr auch Straßensperren errichten oder Kanonenkugeln auf die Feinde schießen, die in regelmäßigen Zeitabständen versuchen in euer Lager vorzudringen. Anfangs wirkt diese Neuerung sehr erfrischend, mit der Zeit verlieren die Tower Defense-Einlagen allerdings an Reiz.

Auch der bewährte Multiplayer-Modus ist wieder mit an Bord. Große Neuerungen gibt es hier nicht, denn die Onlinekämpfe waren auch letztes Jahr bereits spannend. Ihr lauft mit anderen Spielern und vielen Zivilisten über die ausgewählte Map und müsst einen der Mitspieler kalt machen. Gleichzeitig seid aber auch ihr das Ziel eines Spielers. Auffällige Rennmanöver oder Klettereinlagen heben euch von der Masse ab und euer Feind wird ein leichtes Spiel haben, euch zu finden. Die neuen Maps sehen allesamt sehr gut aus und auch der neue Spielmodus, der einem „Capture the Flag“-Spiel ähnelt, macht Spaß.

Grafik und Sound

Grafisch ist Assassins Creed: Revelations, wie schon die Vorgänger, wieder auf hohem Niveau. Konstantinopel an sich ist wieder herrlich gestaltet und der neue Baustil, im Vergleich zu Rom, ist klar erkennbar. Diesmal klettert ihr auf kleine schmale Zwiebelförmige Türme. Nur teilweise trüben Pop-Ups den ansonsten ausgezeichneten Gesamteindruck.

Auch beim Sound ist wieder alles in Ordnung. Die Musik, die euch beim Spielen begleitet, hält sich oft dezent im Hintergrund, untermalt die Situation aber oft sehr gut. Manchmal hat man allerdings den Eindruck, dass Stücke aus den vorherigen Teilen „recycelt“ wurden. Dafür sind die deutschen Synchronstimmen aber wieder hervorragend.

FAZIT

Assassins Creed: Revelations ist ein würdiger Nachfolger zu den letzten zwei großartigen Assassins Creed-Spielen. Wer endlich wissen will, wie die Geschichte rund um Ezio endet, darf sich den Titel nicht entgehen lassen.

Gameplay: 90%
Multiplayer: 84%
Grafik: 89%
Sound: 85%
GESAMT: 87%

+ Tolle Präsentation
+ Viele kleine Neuerungen
+ Gute Technik

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Getestet wurde die Xbox360-Version