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Amazon-Lieferstopp einiger Produkte nach Österreich

Seit einigen Tagen wird vor allem in österreichischen Medien über die Urheberrechtsabgabe für Speichermedien berichtet. Diese besagt, dass ein gewisser Betrag pro Festplatte an die Kunstschaffenden gezahlt wird. Somit sollen alle, die durch illegale Kopien betroffen sind, davon profitieren und den daraus entstandenen Verlust kompensieren. Dieses Gesetz soll in Österreich verankert werden, muss jedoch noch vom Europäischen Gerichtshof abgesegnet werden.

Nun hat Amazon den Versand einiger Produkte nach Österreich eingestellt. Laut dem Online-Händler sind davon elektronische Produkte mit einem Speichermedium betroffen. Demnach umfasst der vorläufige Lieferstopp Smartphones, Fernseher mit Festplatten, MP3-Player, Rohlinge, Faxgeräte, Scanner und Kopierer.

Amazon befindet sich schon seit geraumer Zeit im Streit mit der österreichischen Verwertungsgesellschaft Austromechana, welche schon seit 1980 Gebühren für Datenträger einhebt. So argumentiert der Händler, dass bereits in Deutschland eine Abgabe gezahlt wird und man nicht gewillt ist, doppelt zahlen zu müssen. Austromechana konnte gegen andere Händler bereits mit Erfolg vorgehen, die nun die Gebühren zahlen müssen. Wann die Sperre des Versands nach Österreich wieder aufgehoben wird, ist vorerst nicht abzuschätzen.

[via derStandard.at