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Gutachten: Legale Angebote auf Hotfile überwiegen

Filehostern geht es derzeit in den USA an den Kragen. Nach der Festnahme des Gründers von MegaUpload, Kim Schmitz, wirft die Filmindustrie-Vereinigung MPAA „Motion Picture Association of America“ weitere kritische Blicke auf die verbliebenen Angebote.

Eines dieser Angebote, die die MPAA im Visier hat, ist Hotfile. Dieser Dienst, welcher zu den Top 500 der am meisten besuchten Webseiten weltweit gilt, bietet neben dem Hochladen von Dateien mit bis zu 2 GB auch ein Bonusprogramm für Uploader an. Mithilfe dessen kann man Geld für das Hochladen von Files verdienen, was der Filmindustrie ein Dorn im Auge ist. So verdient diese an dem Bonusprogramm keinen Cent, sofern es sich um ein urheberrechtlich geschütztes Werk handelt.

Die MPAA glaubt, dass es sich bei den hochgeladenen Dateien überwiegend um lizensierte Werke handelt. Um das zu untermauern, beauftragte man den Statistiker Richard Waterman, welcher zum Schluss kam, dass 90 Prozent der täglich hochgeladenen Dateien Copyright-Verstöße darstellen würden.

Der Anbieter Hotfile bezeichnete diese Zahlen als „nicht wissenschaftlich“ und heuerte James Boyle an. Der Professor legte zwar keine genauen Zahlen auf den Tisch, untermauerte jedoch, dass die am meisten heruntergeladenen Dateien auf Hotfile Open-Source-Software seien. Die beiden Anwendungen iREB und Sn0breeze stellen hier die Spitze mit 885.583 bzw. 629.783 Downloads dar. Der Jurist verteidigte dabei auch das vermeintlich dubiose Bonusprogramm, womit in diesem Fall die Entwickler der freien Software davon auf legalem Weg profitieren würden und somit die Open-Source-Szene gestärkt wird.

Des Weiteren wird seitens Hotfile und Boyle argumentiert, dass Filehoster eine wichtige Komponente darstellen, da der Transfer von großen Dateien nach wie vor eine Herausforderung sei. Bei Google Mail bspw. kann man nur einen Anhang mit maximal 25 MB mitschicken.

[via winfuture.de