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Die Hölle schläft nicht – Diablo 3: Reaper of Souls

Die in schummriges Licht getauchte Halle füllt sich langsam. Nervöse und aufgeregte Stimmen werden merklich lauter. Der Raum verdunkelt sich in ein tiefes Rot. Es ist soweit: Blizzard gibt Millionen wartenden Diablo 3 Spielern endlich Nachschub. Lange haben sie drauf warten müssen, nun ist es da: Das erste offizielle Add On des beliebten Hack’n’Slays, „Reaper of Souls“.

Und das kann einiges. Neben einem zusätzlichem Akt, einer erhöhten Levelgrenze, einem komplett neuen Loot System und mehreren Endgame Optionen, ist auch eine frische Charakterklasse mit an Bord. Die Story rund um das Königreich Sanktuario wird weitergeführt und ihr dürft euch über einen “neuen” Bösewicht, genannt Malthael, freuen. Dieser gefallene Erzengel, den manche von euch vielleicht schon aus „Diablo 2 Lord of Destruction“ kennen werden, sendet seine Engel des Todes aus, um auch den letzten Rest Menschlichkeit zu vernichten. Die Entwickler haben besonders viel Eifer in Malthaels Charakterdesign gesteckt. Dieses wirkt authentisch und glaubwürdig. Ich war wohl nicht der einzige der sich hier dachte: „So hätte der Hauptcharakter Tod aus Darksiders 2 eigentlich aussehen sollen“. Die Armee des Engels des Todes wartet ebenfalls mit neuen Monsterklassen auf, die es von euch zu schnetzeln gilt.

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Dies könnt ihr nun erstmals mit der neuen spielbaren Klasse, dem „Crusader“ (Kreuzritter), erledigen. Sie soll das ideale Alter Ego für nahkampforientierte Spieler sein. Starke Schilde und Magie-Fähigkeiten sollen ihn zu einer ultimativen Kampfmaschine machen. Die Maximalstufe des Crusaders liegt bei Level 70. Diese Levelgrenze wird durch das Add On für alle verfügbaren Charakterklassen erhöht.

Mit dem frischen Loot System „Loot 2.0“ möchte Blizzard den gesammelten Items mehr Wertigkeit geben. So sammelt ihr während „Reaper of Souls“ zwar weniger normale Items, dafür haben diese aber mehr Wirkung auf euren Spieler und sollen euer Spielerlebnis drastischer verändern. Vor allem die legendären Items, von denen es im Spiel durchschnittlich mehr geben soll, werden wohl mehr Relevanz haben.

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Auch bei den Artisanen wird es eine Neuerung geben. So wird es durch die Funktion „Transmogrify“ erstmals möglich sein, das Aussehen des Charakters unabhängig von der Kraft seines Equipments zu ändern. Eine gute Nachricht für all jene, denen das Aussehen ihres Helden heilig ist. Weiters können Items nun auch modifiziert und für die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Zu guter Letzt gibt es noch gute Neuigkeiten für alle Freunde des End-Game Systems, in dem ihr mit eurem Helden nach Ende des Spiels noch weitere Aufgaben erledigen könnt. Die neuen, komplett zufällig generierten Loot Runs lassen euch euren Helden auch nach dem Ende des Spiels verbessern, neue Bereiche entdecken und erhöhen den generellen Wiederspielwert. Weiters werden nun durch das verbesserte „Paragon System“ alle eure Helden von den Werten eines Helden, mit dem ihr das Spiel komplettiert habt, profitieren. Auf der Gamescom 2013 lässt sich eine Vorversion des Add Ons anspielen.

Alle, die jetzt Heißhunger bekommen haben, aber keine Möglichkeit haben das Spiel zu testen, können sich mit dem Trailer die Wartezeit bis zur Bekanntgabe des Release Termins verkürzen. Was haltet ihr von der ersten Erweiterung von Diablo 3? Seid ihr noch mit dem Hauptspiel beschäftigt oder schart ihr schon mit den Hufen?