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Test: Trials Fusion

Die Geschichte der Spieleserie Trials geht eigentlich schon bis ins Jahr 2000 zurück. Damals wurde der offiziell erste Teil der Serie als Browsergame veröffentlicht. Es folgten weitere kleinere Ableger, bis im Jahr 2009 dann exklusiv für die Xbox 360 Trials HD veröffentlicht wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde Trials so richtig bekannt. 2012 folgte mit Trials Evolution ein weiterer Xbox- und PC-exklusiver Teil und jetzt ist es 2014 Zeit für die nächste Trials-Runde. Diesmal aber nicht mehr exklusiv für Microsofts Konsole. Trials Fusion erscheint erstmals auch für eine Playstation-Plattform und die akrobatischen Sprünge und Tricks mit dem Motorrad machen wieder eine Menge Spaß!

Welcome to the future!

Trials Fusion erschien für Playstation 4, PC, Xbox 360 und Xbox One sowohl als digitaler Download als auch als Retail-Deluxe-Version. Für 20 Euro bekommt man die digitale Version zum Beispiel auf dem Xbox Live Marktplatz. Die Deluxe-Version im Handel kostet 10-20 Euro mehr und beinhaltet neben kleineren Extras wie einem neuen Motorrad noch einen Season-Pass, der euch ein Jahr lang mit 6 DLCs versorgt. Da der Season-Pass alleine ebenfalls 20 Euro kostet, lohnt sich der Kauf der Deluxe-Version also durchaus, wenn man sich mit den kommenden Download-Inhalten weiter beschäftigen möchte.

Trials Fusion Screenshot

Mit Trials Fusion entfernt sich der Titel ein wenig vom eintönigen Offroad-Setting und schickt euch in die Zukunft. Hier erwarten euch immer noch Settings in verschiedenen Vegetationszonen. Diese sind jedoch meistens mit futuristischen Hightech-Elementen ausgestattet. Da fliegt euch eine Art Raumschiff am Kopf vorbei oder schnelle Transrapid-Züge düsen unter eurer Strecke hindurch. Auf der anderen Seite sind die verschiedenen Welten recht abwechslungsreich. Mal seid ihr in eisigen verschneiten Berggegenden unterwegs und ein andermal im tropisch heißen Dschungel. Diese Welten dann mit den futuristischen Elementen zu kombinieren, mag Geschmacksache sein.

Als erstes werdet ihr euch natürlich in den Karriere-Modus stürzen. Hier besucht ihr die verschiedenen Welten und müsst dort jeweils eine bestimmte Anzahl von Levels spielen. Anhand eurer Zeit bekommt ihr dann eine Medaille und durch eine bestimmte Anzahl von Medaillen, schaltet ihr neue Welten frei. Ein bewährtes Spielprinzip. Dazu sammelt ihr noch Erfahrungspunkte und virtuelles Spielgeld mit dem sich neue Ausrüstungsgegenstände oder Upgrades in der Werkstatt freischalten lassen.

Kippen und Balancieren

Bei Trials steuert ihr euren Spieler seitlich und dürft ihn durch Kippbewegungen und behutsame Gas- und Bremsvorgänge über diverse Strecken steuern. Dabei gibt es große Sprünge oder ihr müsst euer Fingerspitzengefühl nutzen, um kleine Abgründe zu überwinden. Die Steuerung ist wie immer schnell gelernt und funktioniert prächtig. Die Schwierigkeit steckt in den Strecken. Die ersten paar Welten werdet ihr noch ohne große Probleme durchspielen können aber sobald ihr die Schwierigkeitsstufe „Schwer“ oder gar „Extrem“ freischaltet, werdet ihr durchaus auch mal eine dreistellige Anzahl an Versuchen benötigen. Das ist aber nicht demotivierend, denn ihr könnt euren Spieler per Knopfdruck schnell zurücksetzen und es gibt fair verteilte Checkpoints. Zudem schafft man selbst schwierige Strecken nach einiger Zeit und freut sich dann umso mehr über die Ziellinie. Mahcbar ist es immer.

Trials Fusion Screenshot 3

Motivierend ist es dann auch die Zeiten von anderen Spielern oder Geistern auf der Strecke zu schlagen. Das Spiel trägt eure Zeiten nach jeder Runde in die weltweiten Bestenlisten ein. Dort könnt ihr sie dann direkt auch mit euren Freunden vergleichen und gegen Geister eurer Freunde antreten. Abwechslung bieten auch die vielen Spezialrennen in denen ihr zum Beispiel nur das Gas und die Bremse betätigen und euch nicht kippen dürft. Wie weit werdet ihr auf der Strecke so kommen?

Auch Tricks spielen in Trials Fusion eine Rolle. Mit dem rechten Stick könnt ihr verschiedene waghalsige Stunts durchführen, die euch in speziellen Rennen fette Punkte bescheren. Kombiniert ihr die Tricks, gibt es noch mehr Punkte auf euer Konto. Gerade bei riesigen Abgründen und Sprüngen erinnern die Trickkombinationen an gute alte Skater-Spiele. Landet ihr nach waghalsigen Stunt-Kombinationen sicher, könnt ihr aber nur kurz durchatmen, denn der nächste Abgrund ist schon wieder vor euch.

Schnelle Rennen – langsame Texturen

Richtig umfangreich ist die Kampagne aber nicht. Dafür gibt es aber auch wieder einen wirklich immens großen Streckeneditor bei Trials Fusion. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und beeindruckende Strecken erstellen. Diese lassen sich dann natürlich auch mit der Community teilen und ihr könnt wiederum die Herausforderungen anderer Spieler ausprobieren. Der Spaß hört nach der Kampagne also nicht auf.

Trials Fusion Screenshot 2

So schnell die Rennen auch sind. Leider laden die Texturen manchmal nur langsam nach. Gerade, wenn ihr euch an den Anfang der Strecke zurücksetzen lasst, werden Texturen hier erst noch sichtbar nachgeladen. Das ist unschön und sollte gerade bei den aktuellen Konsolengenerationen anders möglich sein. Schade ist auch, dass es (noch) kein Online-Multiplayer ins Spiel geschafft hat. Bisher könnt ihr nur lokal gegen andere Spieler antreten. Hier soll es zwar noch ein Update geben, es ist aber noch nicht klar, wie lange sich Erstkäufer hierfür noch gedulden müssen.


8.5/10
Trials Fusion setzt die beliebte Trials-Serie gelungen fort. Die mitgelieferten Strecken sind wieder gewohnt abwechslungsreich und herausfordernd und nach der Kampagne gibt es noch einen wirklich umfangreichen Strecken-Editor und unzählige Rennen, die von Nutzern auf der ganzen Welt erstellt wurden. Schade ist aber dennoch, dass der Online-Multiplayer (noch) nicht auffindbar ist. Der hätte Trials Fusion die Krone aufgesetzt.

trials.ubi.com (Offizielle Webseite)

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Getestet wurde die Xbox One-Version.