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Door Kickers: Taktisch klug

Im Indie-Titel Door Kickers befehligt ihr ein Sondereinsatzkommando. Hier steht aber nicht das Ballern aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive im Vordergrund wie in Counter Strike oder Rainbow Six. Im Spiel müsst ihr viel eher taktisch klug vorgehen und eure Einsatzkräfte auf einer Karte richtig einsetzen. Das macht auch jetzt schon in der Early Access-Version eine Menge Spaß.

Tango down

Das Spiel besteht bislang aus vielen kleinen Levels, die ihr nacheinander spielen könnt. Ihr bekommt jeweils erstmal ein Missions-Briefing mit einer groben Skizze des Gebäudes oder der Umgebung und der Anzahl an möglichen Bösewichten sowie Infos über potentielle Geiseln. Daraufhin platziert ihr eine vorgegebene Anzahl an Einheiten an Eingängen auf der Karte und startet in den Level. Ihr habt stets den kompletten Überblick über die Karte von oben. Allerdings seht ihr die meisten Segmente nur verdunkelt. Nur das Blickfeld eurer Einheiten ist mit allen Details – und eben auch den Gegnern – voll sichtbar. Ihr müsst euch also vorsichtig von Raum zu Raum vorkämpfen und natürlich auch immer alle Ecken kontrollieren.

Door Kickers Screenshot

Gegenüber den Terroristen oder Geiselnehmern habt ihr einen kleinen aber entscheidenden Vorteil: Ihr könnt die Zeit anhalten. Mit gestoppter Zeit könnt ihr die Laufwege eurer Einheiten und die jeweiligen Blickrichtungen vorzeichnen. Sobald ihr dann auf die Leertaste drückt, beginnt die Zeit zu laufen und eure Männer machen sich an die Arbeit. Bei erneutem Tastendruck könnt ihr die Szene wieder einfrieren und so auf neue Begebenheiten reagieren, Laufwege anpassen oder euer Equipment einsetzen.

Blendgranate, Scharfschützen und Spy-Cams

Das Spiel erklärt euch in der ersten Mission die Kniffe der Steuerung. Viel merken müsst ihr euch aber nicht. Hauptsächlich steuert ihr mit der Maus. Zudem lernt ihr immer wieder neue Fähigkeiten dazu und könnt auch auf neue Ausrüstungsgegenstände zugreifen. Da wären zum Beispiel natürlich Blendgranaten mit denen ihr Feinde vorübergehend irritieren könnt oder ihr nutzt an Türen kleine Kameras. Dann könnt ihr bereits einen Überblick über den Raum bekommen und wo sich die Feinde aufhalten. Manchmal könnt ihr auch auf Scharfschützen zurückgreifen, die außerhalb der Karte platziert sind und ein gewisses Blickfeld haben. Per Knopfdruck könnt ihr somit einzelne Gegner erledigen und beispielsweise andere Feinde ablenken.

Door Kickers Screenshot 2

Die Schwierigkeit des Spiels liegt darin die Kontrolle über alle Einheiten zu behalten. Habt ihr am Anfang nur zwei bis drei Männchen unter eurer Obhut, werden es natürlich von Mission zu Mission immer mehr. Hier alles parallel im Auge zu haben, ist durchaus eine Herausforderung. Leider ist die Steuerung manchmal auch ein wenig hakelig. Stehen beispielsweise mehrere Einheiten aufeinander, ist es fast unmöglich einzelne Polizisten richtig auszuwählen. Der Wiederspielwert ist schon jetzt in der Early Access-Version groß. Bei jedem Neustart einer Mission variieren nämlich die Positionen der Gegner. Diese laufen oft auch durch die Gebäude, was das Spiel um einiges abwechslungsreicher macht. Ihr könnt euch nie sicher sein, dass nach einem Spielstart die Gegner wieder genau dort stehen, wie beim letzten Mal.

Vom Umfang her kann sich Door Kickers schon zum jetzigen Zeitpunkt sehen lassen. Die enthaltenen Levels werden euch einige Stunden beschäftigen und dann ist da auch noch der Level-Editor, der euch auch per Zufall neue Level generieren lassen kann. Das funktioniert auch schon sehr gut. Nur einmal hat uns der Editor in einen Raum per Zufall eine ganze Horde von Gegnern platziert. Der Level war dadurch unmöglich. Bis auf diese kleinen Details ist der Titel aber eine runde Sache. Auch wenn die einzelnen Level noch ein wenig leer alleine dastehen. Eine Story bietet Door Kickers bislang noch nicht. Der Kampagne-Menüpunkt ist allerdings schon vorhanden und die Entwickler haben für die fertige Version des Spiels auch noch einige andere Szenarien angekündigt. Die Aussichten sind also gut.

Door Kickers
Entwickler: KillHouse Games
Preis: 13,99 Euro (Early Access)
Release: 03. September 2013 (Early Access), Q4 2014 (Finale Version)
Plattform: Windows, Mac und Linux
Offizielle Webseite // Steam

Aufgepasst! Das Spiel befindet sich noch in der „Early Access“-Phase. Das heißt es werden noch viele Funktionen dazukommen und das Gameplay kann sich auch noch signifikant verändern. Wer das Spiel aber jetzt schon in einer frühen Version ausprobieren und unterstützen möchte, kann auf Steam zuschlagen.

Getestete Version: Beta 2