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gamescom 2014: Ab in die virtuelle Realität

Die gamescom in Köln ging dieses Jahr in die sechste Runde. Jedes Jahr konnte Europas größte Spielemesse und die größte öffentliche Messe für interaktive Unterhaltung erneut einen Rekord aufstellen. Ein neuer Besucherrekord konnte dieses Jahr erstmals nicht aufgestellt werden. Trotzdem wird auch dieses Jahr vielen Besuchern wieder nur eines im Gedächtnis bleiben: Volle Hallen, volle Gänge und riesige Schlangen.

Das Trendthema der gamescom war dieses Jahr die virtuelle Realität. Oculus Rift war vor Ort, Sony zeigte sein Project Morpheus für die Playstation 4 und auch noch weitere kleine Firmen luden Besucher dazu ein, die virtuelle Realität zu entdecken. Ein Produkt, das noch einen Schritt weitergeht als nur eine einfache Brille vor den Augen zu sein, ist der Virtualizer von Cyberith. Hier wird man in eine Plattform geschnallt. Sensoren am Boden merken, wenn man seine Beine bewegt und die Brille auf der Nase zaubert das Bild vor das Gesicht. Hiermit verschmilzt man fast mit dem Spiel, auch wenn das Gerät wohl immer eher ein Spielzeug bleiben wird. Sollte man online gegen andere Spieler Battlefield oder Counter Strike spielen, wird man wohl in der vollen Ausrüstung den Kürzeren ziehen. Auch preislich liegt der Virtualizer mit über 700 Dollar, ohne die nötige Oculus Rift Brille, eher im höheren Preissegment. Ein interessantes Spielerlebnis fürs kleine Geld bekommt man mit Lakento Mobile Virtual Reality. Hier dient das eigene Smartphone als Display und Gyrosensor. Der Hersteller spart sich dadurch teure Bauteile und will das Produkt somit für ungefähr 60 Euro anbieten. iOS- und Android-Smartphones werden unterstützt. Einziges Problem scheint hier aber noch die Softwareunterstützung zu sein. Ob es jahrelangen Support von Drittentwicklern für eine solche Brille geben wird, steht noch in den Sternen und ist wohl entscheidend dafür, wer den Kampf um die beste VR-Brille gewinnt.