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Test: AfterShokz Trekz Titanium

Der AfterShokz Trekz Titanium ist ein sogenannter Knochenkopfhörer, der eure Musik nicht direkt in das Ohr pumpt, sondern durch Vibrationen außen an den Hörknochen den Schall überträgt. Wir haben die Kopfhörer getestet.

Kopfhörer sind beim Auto- oder Fahrradfahren oder auch in anderen Situationen, in denen man Umgebungsgeräusche hören muss, nicht wirklich angebracht. Hier setzt aber der AfterShokz Trekz Titanium an. Dank seiner Knochentechnologie hört man Umgebungsgeräusche über die Ohrmuschel nämlich trotzdem. Der Kopfhörer wird nicht ins Ohr gesteckt oder auf das Ohr gesetzt. Er wird einfach am Ende des Wangenknochens direkt vor dem Ohr angesetzt. Die Musik wird nun also nicht über kleine Lautsprecher übertragen, sondern hauptsächlich durch Vibrationen. Kleine Lautsprecher sind zwar auch verbaut, diese sind aber sehr leise. Die Musik kommt hauptsächlich durch die Vibration in den Kopf. Obwohl hier nichts im Ohr steckt, sitzen die Kopfhörer sehr sicher und fallen auch nicht bei hektischen Bewegungen vom Kopf. Der Nachteil bei dieser Bauweise ist, dass auch die Umgebung beim Musikhören zuhören kann und sich andere eventuell dadurch gestört fühlen könnten. Beim Joggen fällt dieser Faktor nicht so ins Gewicht wie beim Training im Fitnesscenter. Wer also Musik hören will, die sonst keiner hören soll, sollte zu geschlossenen Kopfhörern oder In-Ears greifen.

Ebenfalls der Bauweise geschuldet, gibt es Abstriche beim Sound. Der Sound klingt nicht satt und und es fehlt etwas an Bass. Wer also einen ausgewogenen guten Sound haben möchte, ist hier falsch bedient. Dafür ist es tatsächlich ein großer Pluspunkt, dass man die Umgebung noch wahrnehmen kann. Das funktioniert wirklich gut, da die Gehörgänge komplett frei sind. Wer sich dennoch mehr auf die Musik konzentrieren möchte, kann die Ohropax nutzen, die in der Verpackung beiliegen. Dadurch wird die Soundqualität zwar nicht besser aber Umgebungsgeräusche sind so wiederum ausgeblendet.

Der Kopfhörer ist in einigen knalligen Farben wie gelb oder blau erhältlich. Schlichter ist das rein schwarze Modell. Hervorzuheben ist die IP55 Zertifizierung, die bei allen Modellen dabei ist. Das heißt, sie sind gegen Spritzwasser und Staub geschützt, joggen im Regen oder in der Wüste stellt also kein Problem dar. Positiv ist auch zu erwähnen, dass ein kleines Mikrofon eingebaut ist und der AfterShokz Trekz Titanium also auch als Headset für Telefonie genutzt werden kann. Bei der Akkulaufzeit werden sechs Stunden vom Hersteller versprochen. In unserem Test war die Akkulaufzeit sogar noch besser als versprochen, was aber auch an wenigen Telefonaten mit den Kopfhörern liegen kann. Aufgeladen werden die AfterShokz Trekz Titanium dann per Micro-USB.

Fazit

Der AfterShokz Trekz Titanium bietet keinen guten Sound. Wer also einen klangvollen Kopfhörer sucht, ist hier falsch. Dafür überzeugen sie umso mehr bei der Aufnahme von Umgebungsgeräuschen. Gerade beim Joggen oder Radfahren, kann man hier die Abstriche bei der Soundqualität einstecken, wenn man dafür die Umgebung besser wahrnimmt. Sportler können also einen Blick auf die AfterShokz Trekz Titanium werfen. Musikliebhaber sind woanders besser bedient.

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