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Test: Resident Evil 7 Biohazard

Wenn ihr letzten Teile der Resident Evil Spieleserie gespielt habt, werdet ihr beim nun erschienenen siebten Teil der Serie kurz stutzig werden. Im Gameplay lauft ihr nun nicht mehr in der Third-Person-Ansicht umher und schießt euch durch Horden von Monstern. Vielmehr kehrt Resident Evil 7: Biohazard zurück zu den Wurzeln der Serie. Es geht eigentlich wieder nur darum, beim Spieler ein möglichst furchteinflößendes Szenario zu erzeugen. Kann der Horrorfaktor im Spiel überzeugen oder ist Resident Evil 7 nur furchteinflößend schlecht?

Überleben ist alles

Erstmals wird hier nun aus der Ego-Perspektive gespielt. So kann die Playstation-Version des Spiels in Virtual Reality gespielt werden. Die Xbox One-Fassung bietet diese Unterstützung natürlich, dank fehlendem VR-Support der Konsole, nicht. Dennoch ist die Erfahrung auch ganz ohne VR-Brille schon gruslig genug. Wie eingangs schon erwähnt, hat sich Resident Evil im nun siebten Teil vom Zombie-Shooter-Genre entfernt. Vielmehr ist der siebte Teil nun eine Horror-Erfahrung klassischer Schule. Nun aber mal ganz von vorn: Um was geht es überhaupt im Spiel?

Der Protagonist Ethan Winters ist nun schon seit drei Jahren auf der Suche nach seiner Frau Mia. Diese ist spurlos verschwunden. Eines Tages erhält er dann von seiner Frau die Nachricht, dass sie sich in einer Villa in Louisiana befindet. Schnurstracks macht er sich auf den Weg dorthin, aber schon beim Betreten des Hauses fallen so einige Ungereimtheiten auf. Es wirkt verlassen und heruntergekommen. Die Kakerlaken in der verschmutzten Küche, vor denen ihr euch in den ersten Spielminuten ekeln werdet, werden euch bald nur noch als Kleinigkeit erscheinen. Zur Story wollen wir euch nicht zu viel verraten, aber es scheint klar, dass das Haus nicht so verlassen ist, wie es anfangs scheint und es an allen Ecken und Enden spukt.

Pack deine Kettensäge ein

Resident Evil 7 ist kein Shooter im klassischen Sinne mehr. Geschossen wird aber dennoch zwischendurch. Gegen Widersacher, die sich euch auf der Suche nach eurer Frau und vor allem später dann auf der Suche nach einer Fluchtmöglichkeit aus dem Haus begegnen, müsst ihr euch irgendwie wehren. Da stehen euch klassische Pistolen zur Verfügung, Munition ist aber natürlich immer knapp. Äxte, Schrotflinten und weitere Gegenstände, die in keinem Horror-Abenteuer fehlen dürfen, sind natürlich auch an Bord.

Es geht aber nicht einzig und allein um das Töten der Gegner. Vielmehr seid ihr einen Großteil des Spiels allein unterwegs, schleicht um Ecken und hofft, dass euch gerade kein Gegner begegnet. Auch kleine Suchaufgaben und Rätsel sind im Spiel enthalten, die nie besonders schwer zu lösen sind, aber Abwechslung ins Gameplay bringen. Langweilig wird es aber natürlich ohnehin nicht, denn die Atmosphäre im Spiel ist großartig gruselig. Die Villa und andere Schauplätze laden zum vorsichtigem Erkunden ein und klug platzierte Schock-Momente machen Resident Evil 7 aktuell zu einer der besten Horror-Erfahrungen.

Bei der Technik gibt es bei Resident Evil 7 für Grafikfetischisten und Soundliebhaber nichts zu Gruseln. Die Kulissen sind grafisch nahezu perfekt für ein Horrorspiel umgesetzt. Die Lichteffekte tragen zum Horror-Faktor bei und auch bei der Soundabmischung können wir nichts bemängeln. Lediglich die Ladezeiten zum Spielstart könnten etwas kürzer sein.


9.0/10
Resident Evil 7: Biohazard kehrt zurück zu den Wurzeln der Serie und präsentiert sich als klassisches Horror-Adventure mit guter Technik, einer interessanten Story und vielen Schock-Momenten. Das Spiel erfindet das Genre nicht neu, macht dafür aber alles fast perfekt. Wer nach Outlast oder Alien Isolation seine Nerven mal wieder etwas strapazieren möchte, sollte dieses Horror-Abenteuer ausprobieren.

Getestet wurde die Xbox One-Version.