Gametests Testbereich

Test: FlatOut 4 Total Insanity

Autorennen machen doch nur wirklich Spaß, wenn man die Gegner auch fies von der Fahrbahn abdrängt und mit hektischen Zusammenstößen irritiert. Vor allem die FlatOut-Serie hat dies stets bewiesen. Obwohl der letzte Teil (FlatOut 3) aus dem Jahr 2011 vernichtende Kritiken einstecken musste, bedeutete das nicht das Ende der Serie. FlatOut 4: Total Insanity möchte alles besser machen und sind wir mal ehrlich: Nach dem dritten Teil sollte das auch nicht besonders schwer sein.

Alles ist erlaubt

Was steckt drin im neuen FlatOut? Zum einen gibt es einen Karriere-Modus. Hier werden verschiedene Events wie normale Rennen oder Zeitrennen in Cups zusammengefasst. Gewinnt ihr diese, wandert Geld auf euer Konto, mit dem ihr eure Autos aufrüstet und neue Rennen freischaltet. Gewohnte Mechanik ohne Überraschungen.

Wie steht es aber um die Rennen an sich? Hier geht es natürlich primär darum, als Erster über die Ziellinie zu fahren. Besonders Spaß macht aber aggressives Fahrverhalten indem ihr Gegner crasht oder sie gar ganz ausschaltet. Zu Beginn wird euch das unter Umständen sogar schwerfallen, da ihr schnell an die Spitze fahrt und somit gar keine Gegner mehr vor euch habt, mit denen ihr es aufnehmen könnt. Mit der Zeit nimmt der Schwierigkeitsgrad aber stark zu und ihr müsst durchaus auch an die Upgrades der Wagen denken, um es noch mit den computergesteuerten Gegnern aufnehmen zu können. Bei den Strecken gibt es vier Settings. So gibt es Rennen in der Wüste bis hin zu solchen in eisigen Umgebungen. Teilweise könnt ihr auch kleine Abkürzungen oder Schleichwege entdecken, um eure Gegner abzuhängen. Dennoch mangelt es hier etwas an Abwechslung, denn wenn man ein Setting bereits kennt, ähneln sich die Strecken stark.

Beer Pong und Bowling

Abseits des Karrieremodus gibt es noch den serientypischen FlatOut-Modus. Hier gibt es eine Menge kleiner Minispiele, in denen ihr bestimmte Ziele erreichen müsst. Meistens funktioniert dies, indem ihr den Fahrer auf dem Fahrzeug am Ende einer Abfahrt herauskatapultiert und dann mit dem Körper bestimmte Ziele trefft. Beispielsweise bei einem Beer-Pong-Ableger die Becher trefft oder den Fahrer durch Feuerringe fliegen lasst.

Vor allem auch im lokalen Multiplayer können diese Spiele überzeugen. Hier gebt ihr den Controller immer weiter und versucht die Highscores eurer Freunde zu überbieten. Aber auch die weltweite Rangliste ist motivierend, um eure Ergebnisse zu vergleichen. Abseits davon gibt es auch noch schnelle Rennen, in denen ihr in einer Arena andere Fahrer ausschalten müsst. Hier stehen euch Items wie in Mario Kart zur Verfügung.

Grafisch könnte FlatOut 4 sicher noch mehr rausholen. Vergleicht man die Grafik mit Rennspielen wie Forza Horizon 3, zieht hier FlatOut klar den Kürzeren. Dennoch können sich die Strecken und Automodelle sehen lassen. Musikalisch begleitet euch treibender Hardrock. Die Motorengeräusche hätten noch ein weniger kräftiger ausfallen können. Bei der Fahrphysik gibt es zu bemängeln, dass man die Boliden wegen der schwammigen Steuerung nicht immer unter Kontrolle hat.


7.0/10
FlatOut 4: Total Insanity ist ein spaßiger Funracer geworden, der den missglückten dritten Teil der Serie vergessen lässt. Verschiedene Spielmodi sorgen für Abwechslung und der Umfang reicht für einige Stunden vor der Konsole. Trotzdem fehlt das gewisse Etwas und der letzte Feinschliff, wodurch der Titel leider nicht in der Königsklasse spielt.

Getestet wurde die Xbox One-Version.