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Test: Rocket League für Nintendo Switch

Rocket League ist endlich auch für die Nintendo Switch erhältlich! Damit bekommt Nintendos neueste Heimkonsole das erste Spiel mit eigener E-Sports-Liga spendiert. Der Online-Multiplayer ist bei Rocket League sehr beliebt, doch gerade bei Onlinefunktionen hat sich Nintendo bisher nicht mit Ruhm bekleckert. Ist Rocket League für die Nintendo Switch daher nur ein billiger Abklatsch oder die volle Autofußball-Erfahrung?

Ihr habt noch nie von Rocket League gehört? Schwer vorstellbar, aber möglich. Hier eine kurze Einführung: Rocket League ist quasi Fußball mit raketenbetriebenen Autos. Ihr übernehmt das Steuer eines solchen Autos, seid zusammen mit anderen Spielern in der Arena unterwegs und versucht einen Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Dies könnt ihr offline gegen Bots machen oder ihr spielt online gegen tausende Spieler. Wahlweise 1 gegen 1 bis zu 4 gegen 4. Dazu haben die Entwickler in den letzten Jahren auch immer neue Spielmodi etabliert. So gibt es nun auch einen Basketball- und Eishockey-Modus.

Die gute Nachricht: Rocket League für Nintendo Switch ist das komplette Spiel! Obwohl Nintendos Konsole vielleicht nicht so stark wie die Xbox One oder Playstation 4 ist, haben die Entwickler das Spiel komplett portiert. Wer Rocket League kennt, wird sich schnell zu Hause fühlen. Die Menüs sind gleich. Die Einstellungen wurden übernommen. Nichts fehlt. Ihr sammelt also wie auf den anderen Versionen auch hunderte Items mit denen ihr euer Auto für den Onlinemodus aufpeppen könnt. Ihr könnt ihm zum Beispiel witzige Fahnen anhängen oder Obstkörbe aufs Dach pappen. Nach fast jedem Match bekommt ihr ein Item gratis. Weitere lassen sich in Kisten finden, die ihr auch auf der Nintendo Switch fast ausschließlich nur mit echtem Geld öffnen könnt. Das Spielerlebnis wird dadurch aber nicht beeinflusst, denn die Items ändern nichts an der Leistung der Fahrzeuge.

Die Steuerung auf der Nintendo Switch geht sogar mit den Joy-Con-Controllern gut von der Hand. Wer die Steuerung bereits kennt, wird sich hier schnell zurechtfinden. Dann flitzt ihr auch schon wie der Blitz über die Karte. Profis sollten aber natürlich zu einem Pro-Controller greifen. Gut, dass es einen umfangreichen Trainingsmodus gibt in dem Anfänger die Manöver üben können. Rocket League ist aber gerade zu Beginn sehr leicht zu lernen. Spielt man einige Runden gegen einfache Bots, sollte man das Spielprinzip verinnerlicht haben. Es gibt dann aber noch sehr viel zu lernen. Profis fliegen mit dem Raketenantrieb förmlich durch die Lüfte ohne zu landen. Wer so gut werden will, hat bei Rocket League einen langen Weg vor sich. Spaß macht der Titel aber auf jedem Niveau.

Wie steht es aber sonst um die Technik der Switch-Version? Klar, hier gibt es einige Einbußen. Gerade im Handheld-Modus ist zu Beginn des Spiels klar zu sehen, dass hier an allen Ecken und Enden bei der Leistung gespart wurde. Die Autos sehen fast schon verpixelt aus. Das fällt jedoch im hektischen Spiel danach nicht mehr auf. Schön ist auch, dass das Spiel dafür auch im Handheld-Modus stets flüssig läuft. Stabile hohe Frameraten sind gerade bei solchen hektischen Online-Spielen wie Rocket League essentiell. Besonders hervorzuheben ist auch die Cross-Play-Funktionalität. Spieler auf der Nintendo Switch spielen auch gegen PC- oder Xbox One-Spieler. Bei Rocket League bekommen Switch-Spieler erstmals Funktionen von denen man bisher bei der Onlinerfahrung der Konsole träumen konnte. Das Matchmaking ist schnell und es gibt sogar Textchat während des Spiels. Wie man es eben auch schon von anderen Plattformen kennt.


8.5/10
Rocket League für Nintendo Switch kann es mit dem großen Bruder auf PC, Xbox One oder Playstation 4 durchaus aufnehmen. Alle Spielmodi, Items und Funktionen sind enthalten. Damit müsst ihr nun auch unterwegs auf nichts verzichten. Natürlich gibt es gerade im Handheld-Modus einige grafische Einbußen, die nicht nur Kennern des Spiels sofort auffallen werden. Dafür läuft der Titel aber konstant flüssig. Rocket League für unterwegs! Was wollt ihr mehr?

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