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Test: Surviving Mars

Mit Cities Skylines landete der Publisher Paradox Interactive einen riesigen Erfolg. Die Städtebausimulation begeisterte Millionen Spieler auf der ganzen Welt. Nun ist die Erde nicht mehr genug. Bei der neuesten Aufbausimulation des Publishers verschlägt es euch auf den Mars. Der Titel ist seit 15. März für PC, Mac und auch die Konsolen Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Wir haben die Xbox-Version gespielt.

Für uns wird der Traum, auf dem Mars zu leben noch für längere Zeit Wunschdenken bleiben. In Surviving Mars ist dies aber bereits jetzt zumindest virtuell möglich. Das Leben auf dem roten Planeten ist aber natürlich um einiges anspruchsvoller als auf der Erde. Wer von Cities Skylines zu Surviving Mars stolpert und einfach mal auf die Schnelle eine kleine Kolonie aufbauen möchte, wird schnell überfordert sein. Ganz so leicht wie in Cities Skylines ist das Bauen auf dem Mars nämlich nicht. Leider nimmt einen Surviving Mars aber nur sehr wenig an die Hand, wenn man frisch in das Spiel einsteigt. Die Aufbausimulation hat großen Tiefgang und man muss erst lernen, wie einzelne Elemente zusammenarbeiten, bis man richtig durchstarten kann. Das Tutorial zu Beginn gibt aber nur wenige Hinweise vor, was nun als nächstes zu tun ist. So richtig warm wird man hier noch nicht mit dem Spiel.

Übersteht man aber den etwas langatmigen Einstieg und hat die Spielmechanik ein wenig verinnerlicht, ist Surviving Mars dann genauso ein Zeitfresser wie Cities Skylines. Es dauert ein wenig, bis man verstanden hat, woher man die nötigen Materialien bekommt und wie die einzelnen Gebäude zusammenarbeiten. In Cities Skylines benötigt ihr eigentlich nur Geld, um eine Stadt zu bauen. Auf dem Mars müsst ihr aber auch nötige Rohstoffe sammeln. Wenn ihr also ein bestimmtes Gebäude bauen wollt, müsst ihr diese erstmal auf dem Mars finden und abbauen oder ihr lässt sie euch mit einer Rakete auf dem Mars schießen. Letzteres kostet aber Zeit und vor allem auch Geld.

Zu Beginn habt ihr nur eine einzelne Rakete mit einigen Drohnen und Mars-Rovern. Bis erste Menschen auf den Planeten ziehen können wird noch einiges an Zeit vergehen. Ihr sorgt für Strom, Wasser und Sauerstoff. Die Drohnen bauen dabei jeweils für euch die Gebäude und Versorgungskabel. Erst wenn eine Grundstruktur steht, könnt ihr es wagen, eine erste Kuppel für Bewohner zu bauen und Menschen auf den Mars zu schicken. Hier habt ihr sogar die Auswahl. Unter vielen hundert Bewerbern könnt ihr festlegen, welche Art von Menschen ihr ansiedeln wollt. Besonders schöne Menschen sorgen für schnelle Geburten, Wissenschaftler bringen die Forschung auf dem fremden Planeten voran oder ihr entscheidet euch für gewisse Altersklassen. Auch hier sieht man wie detailliert Surviving Mars ist und wie sehr man mit verschiedenen Begebenheiten experimentieren kann.

Die einzelnen Kuppeln stattet ihr dann mit Wohnblocks aus und errichtet bestimmte Shops und Restaurants damit es euren Bewohnern nicht langweilig wird. Zudem benötigen sie Arbeit. Ihr könnt mit Forschungseinrichtungen eure Forschung auf dem Mars voranbringen, was euch wiederum Vorteile bei einigen Gebäuden bringt. Surviving Mars hat viel Tiefgang und es wird einige Zeit dauern, bis ihr alle Mechaniken verinnerlicht habt. Bei der Xbox One-Version habt ihr zudem mit dem Controller zu kämpfen. Die Steuerung ist grundlegend schnell gelernt und funktioniert gut, jedoch sind manche Funktionen über bestimmte Tastenkürzel versteckt, die ihr erstmal herausfinden müsst. Das ist aber dem Controller an sich geschuldet, da man bei der Konsole nunmal keine Maus und Tastatur hat. Dafür funktioniert das Besiedeln des Mars auf der Couch gut. Nur die Schriftgröße der Einblendungen könnte manchmal noch ein wenig größer sein.

Technisch ist besonders die Unterstützung der Xbox One X hervorzuheben. Volle 4K-Grafik wird euch auf das Display gebracht. Die Navigation über eure Kolonie läuft flüssig. Lediglich auf der niedrigsten Zoom-Stufe sehen einige Texturen verwaschen aus, was man jedoch verzeihen kann, da man selten das Spiel in dieser Detailansicht beobachtet. Ansonsten ist es großartig, den Marsbewohnern beim Leben und Arbeiten zuzuschauen. Jeder Bewohner kann verfolgt werden und hat seinen eigenen Tagesablauf. Der „Wuselfaktor“ ist hier also bei großen Kolonien ähnlich spaßig wie in Cities Skylines.


8.0/10
Surviving Mars demonstriert es: Das Leben auf dem Mars ist nicht leicht. Die Aufbausimulation ist anspruchsvoll. Wer mal schnell eine Kolonie auf dem Mars errichten möchte, wird enttäuscht. Hier müssen viele Faktoren abgestimmt werden und eine dauernde Wartung bestehender Anlagen ist nötig. Wer gerne Aufbauspiele mit viel Tiefegang spielt, wird Surviving Mars lieben.

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Getestet wurde die Xbox One X-Version.

1 Kommentar

  1. Das hört sich doch nach einem interessanten Spiel an.
    Zwar braucht man etwas Geduld, bis sich überhaupt mal richtig etwas tut, auf dem virtuellen Mars. Jedoch denke ich, dass die Freunde umso größer ist, wenn man endlich Menschen auf dem Mars ansiedeln lassen kann.

    In dem Spiel ist schließlich doch das Leben auf dem Mars möglich.

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